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Beispielfoto: Hände vor dem Handschlag

Vorstellung bei der Bürgerversammlung

In Landsberied startet eine Nachbarschaftshilfe

 In Landsberied gibt es bald eine Nachbarschaftshilfe. Die ehrenamtlichen Helfer wollen den Bürgern bei alltäglichen Verrichtungen assistieren.

Landsberied –Die Idee dazu kommt aus den Nachbargemeinden. Im Brief des Pfarrverbandes hatte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) im Jahr 2016 gelesen, dass es Nachbarschaftshilfen in Kottgeisering und Schöngeising gibt. „Das wäre doch in Landsberied auch notwendig“, dachte sie sich. Denn auch dort gäbe es immer mehr Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen. „Der Familienverband ist teilweise einfach nicht mehr da“, sagt Schweitzer. Deswegen die Idee, dass Bürger ehrenamtlich beim Rasenmähen, Wocheneinkauf oder bei Behördengängen helfen. Medizinische Dienstleistungen werden aber nicht angeboten.

Die Idee fand auch Kirchenpfleger Lorenz Paintner gut – an ihn war die Bürgermeisterin mit Bitte um Koordinierung herangetreten. „In Landsberied scheint der Bedarf da zu sein“, sagt er. Es gebe viele verwitwete Frauen.

Paintner startete daraufhin einen Aufruf im Pfarrbrief. Inzwischen haben sich schon 18 Helfer zusammengefunden. In der Mehrzahl seien die Ehrenamtlichen „rüstige Rentner“ und Teilzeitbeschäftigte, sagt Paintner. Für die Nachbarschafshilfe brauche man keine große Infrastruktur wie ein Gebäude oder Fahrzeuge, sondern hauptsächlich das Personal, erklärt er. Zudem eine Leitung, Stellvertreter und eben die Helfer: „Das reicht.“

Die Gemeinde übernimmt mit der Kirchenstiftung die Trägerschaft – das beschloss der Gemeinderat jüngst. Außerdem bezahlt die Gemeinde die Versicherungsbeiträge für die Nachbarschafshilfe, zum Beispiel die Betriebshaftpflichtversicherung. Das kostet wenige hundert Euro pro Jahr. Nun will die „Nachbarschaftshilfe Landsberied“ ihre Arbeit aufnehmen. Man werde sich in der Bürgerversammlung im April vorstellen und ein Infoblatt gestalten, sagt Paintner. Schweitzer vermutet, dass sich das Angebot dann mit der Nachfrage der Bürger einpendeln wird. (fd)

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