Ausbau von schnellem Festnetz-Internet kommt voran
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150 000 Euro für einen einzigen Glasfaser-internetanschluss? Das ist dem Gemeinderat vorerst dann doch zu teuer. 

Aus dem Gemeinderat

Lahmes Internet im Rathaus Landsberied - Doch die Lösung ist den Gemeinderäten zu teuer

  • Fabian Dilger
    VonFabian Dilger
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150 000 Euro für einen einzigen Glasfaser-internetanschluss? Das ist dem Gemeinderat vorerst dann doch zu teuer. 

Landsberied – Zwar wäre das angeschlossene Gebäude das Rathaus gewesen und es hätte 50 000 Euro als Förderung vom Freistaat gegeben. Trotzdem entschied sich der Gemeinderat dagegen.

„Wahnsinn – für einen Anschluss“: So fasste Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) die Kostenschätzung und die Stimmung des Gemeinderats zusammen. Die Gemeinde hatte die Schätzung eingeholt, weil das Rathaus an der Schlossbergstraße dringend schnelleres Internet benötigen würde. Bereits jetzt gibt es Probleme beim Zugriff auf Server der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Mammendorf, zum Beispiel beim Programm zum Haushalt- und Kassenwesen. Wartezeiten von bis zu einer Viertelstunde seien nicht selten, berichtete Schweitzer. Die Zahlen aus dem Haushalt habe sie schneller, wenn sie in der VG anrufe.

Deswegen die Überlegung, einen geförderten Glasfaseranschluss zu verlegen – bis dieser von der Brucker Straße bis zum Rathaus kommt, gehen aber eben 150 000 Euro drauf. Weil das viel zu teuer erscheint, soll es möglicherweise ein anderes Förderprogramm richten. Dieses heißt „Bayerische Gigabitrichtlinie“. Damit fördert der Freistaat in den Kommunen flächendeckend schnelles Internet.

Deswegen schlug die VG-Verwaltung vor, dass erst einmal für die Gigabitrichtlinie die notwendigen Schritte eingeleitet werden. Sprich: Ein Fachbüro startet eine Voruntersuchung und eine Markt-erkundung, bei der Internet-Anbieter ihr Interesse an dem Ausbau bekunden können. Sollte dabei nichts herauskommen, könne man immer noch über den Einzelanschluss nachdenken, sagte der neue VG-Geschäftsstellenleiter Robert Köll.

Die Arbeit des Fachbüros kostet rund 4000 Euro. In drei bis fünf Monaten rechnet Köll mit Ergebnissen. Dann landet das Thema erneut im Gemeinderat.

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