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Georg Gerum kurz vor seinem Richtspruch: Der Dachstuhl ist fertig, Ende April 2020 können die Mieter in das Haus in Babenried einziehen.

Neuer Wohnraum

Landsberied feiert verspäteten Hebauf

Die Gemeinde Landsberied sorgt für bezahlbaren Wohnraum: Jetzt wurde im Ortsteil Babenried Richtfest für ein Haus mit fünf Mietwohnungen gefeiert.

Landsberied – Georg Gerum von der gleichnamigen Zimmerei war schon lang nicht mehr auf der Baustelle. Denn der Dachstuhl des gemeindeeigenen Wohnhauses im Ortsteil Babenried wurde schon vor einigen Wochen aufgerichtet. Doch das namensgebende Richtfest, bei dem Gerum den traditionellen Richtspruch vortrug und sein Weinglas zerschlug, erfolgte erst jetzt. Zu diesem Zeitpunkt waren sogar schon die Dachplatten drauf und die Sanitär- und Heizungsinstallationen drin.

Andrea Schweizer dankte in ihrer Begrüßung als Bürgermeisterin und Bauherrin den Handwerkern für ihr bisheriges Werk und vor allem dem Landsberieder Architekten Wolfgang Gerum für sein umsichtiges Planen und Bauleiten. „Du hast es mir als Bauherrin leicht gemacht, ich konnte mich immer drauf verlassen, dass es auf der Baustelle läuft“, sagte Schweitzer. Der so Gelobte gab das Lob an die Gemeinde und den Gemeinderat weiter, der das Wohnhaus mit fünf Mietwohnungen auf 310 Quadratmeter Wohnfläche trotz hoher Bauwerks-kosten von über 4000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche realisiert hat. „Kein Bauträger würde so etwas anpacken, aber die Gemeinde ging mit gutem Beispiel voran und investiert viel Geld in bezahlbare Mietwohnungen“, sagte Gerum in seiner Ansprache.

Freistaat hat die Wohnungen gefördert

Der Architekt erinnerte an die ursprüngliche Absicht, mit einem zusätzlichen Geschoss noch etwas höher zu bauen. Dies hätte das Landesamt für Denkmalpflege wegen der daneben stehenden, denkmalgeschützten Babenrieder Kirche St. Johann Baptist torpediert. Und darüber hinaus den Baukörper noch weiter zur Dorfstraße schieben lassen, um die Sichtbeziehung von einem Feldweg zur Kirche nicht zu beeinträchtigen. „Liebe Regierung von Oberbayern, bitte erklären Sie Ihren nachgeordneten Stellen und Genehmigungsbehörden die gut gemeinten Förderprogramme“, appellierte Architekt Gerum. Sonst werde das nix mit den (mittlerweile wieder zurückgehenden) Neubauzahlen.

Immerhin habe der Freistaat die teilweise barrierefrei erschlossenen und ausgebauten Wohnungen mit fast einer dreiviertel Million Euro gefördert. Für die Gemeinde bleibt immer noch eine Million, ohne Grundstückswert, Abbruch des alten Hauses und Außenanlagen. Die Kosten liegen nur ein Prozent über der Kostenberechnung – trotz allgemein galoppierender Baukosten.

Vor allem einheimische Firmen waren bei dem Bau involviert

Zufrieden zeigte sich Gerum, dass vorwiegend einheimische Firmen am Bau beteiligt sind. Ende April 2020 soll der Bau fertig sein. Es folgen der Umzug einer Mieterin aus dem alten Haus an der Straße und der anschließende Abbruch. Damit wäre noch Platz für ein weiteres Haus.

von Max-Joseph Kronenbitter

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