Ein Modellhaus steht auf Bauplänen
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Wohnraum wird dringend benötigt.

Landsberied

Das ist im neuen Baugebiet erlaubt

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Das neue Baugebiet an der Flurstraße in Landsberied schreitet voran. 20 bis 30 Parzellen für Wohnbau werden entstehen. Damit der landwirtschaftliche Verkehr nach Babenried weiter laufen kann, ist ein neuer Feldweg geplant.

Landsberied – Wie hoch, wie dicht, welches Dach, welche Garage? Alle diese Details für das zukünftige Wohngebiet hat der Gemeinderat nun festgelegt. Der rechtliche Rahmen wurde in einem neuen Bebauungsplan festgezurrt, der über das rund 1,7 Hektar große Gebiet am Ortsausgang Richtung Babenried gelegt wird.

Die Gemeinde konnte mittlerweile am nördlichen Rand des Areals noch mal einen Streifen von 20 Metern kaufen. Damit kann im Norden dann auch ein Feldweg zwischen Flurstraße und Dorfstraße entstehen. Der landwirtschaftliche Verkehr muss nicht durch das Wohngebiet fahren. Die Landsberieder Landwirte hatten die Gemeinde darum gebeten, dass Auto- und landwirtschaftlicher Verkehr in der neuen Siedlung getrennt werden.

Im neuen Baugebiet werden zwischen 20 und 30 Parzellen entstehen, erklärte Planer Frank Reimann im Gemeinderat. In der Siedlung könnten dann am Ende zwischen 55 und 90 Personen leben.

Zwei Vollgeschosse

Grundsätzlich werden im gesamten Baugebiet Häuser mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss und Häuser mit einem Vollgeschoss und einem Dachgeschoss möglich sein. Bei den Dachformen lässt die Gemeinde eine große Auswahl zu. Reimann hatte zuerst vorgeschlagen, flachgeneigte Dächer auszuschließen. Ortsentwicklungs-Referent Johannes Bals (CSU/WDG) meinte aber: „Wir haben in Landsberied fast alle Dachformen.“ Auch wenn sein persönlicher Geschmack gegen Walmdächer ginge – die Gemeinde habe sie immer wieder erlaubt.

Genau wie bei der Dachform lässt die Gemeinde auch bei den Dachaufbauten den Bauherren Freiheiten. Helmut Hoffmann (FW/Einigkeit) hatte beantragt, dass im Bebauungsplan festgeschrieben wird: Auf jedes neue Dach muss eine Photovoltaikanlage, mindestens in 20 Quadratmeter Größe. „Alle Welt spricht von Klimaschutz und keiner tut etwas“, begründete Hoffmann seine Forderung.

Hinweis auf Photovoltaik

Das Problem dabei, das Reimann sah: Die Gemeinde kann zwar den Bau einer solchen Anlage vorschreiben, nicht aber deren Betrieb. „Ich finde den Gedanken super“, meinte zwar auch Michael Bals (CSU/WDG). Doch bei einer solchen Festsetzung würden garantiert bald die ersten Wünsche nach Ausnahmen kommen. Der Gemeinderat beschloss, dass der Bebauungsplan einen Hinweis auf Photovoltaik enthält, sozusagen als Denkanstoß.

Michael Hillmeier (CSU/WDG) fragte nach möglichen Ladesäulen für Elektro-Fahrzeuge. Solche Ladesäulen werden von den Anbietern, zum Beispiel den Stadtwerken Fürstenfeldbruck, aber nur an stark frequentierten Plätzen aufgestellt, erklärte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit). Das Thema soll aber bei der Straßenplanung noch einmal besprochen werden.

Was sicher nicht ins neue Baugebiet kommt: der neue Sirenenmast im Spielplatz an der Flurstraße. Es habe sich bis dato im neuen Baugebiet kein geeigneter Standort gefunden, so Schweitzer.

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