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Die Gemeinde Landsberied arbeitet am Dorfplatz.

Landsberied

Dorfplatz kostet bis zu 100 000 Euro

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Die geplante Umgestaltung des Landsberieder Dorfplatzes an der Babenrieder Straße wird teuer. Zwei Angebote liegen vor: eines über 80 000, das andere über 100 000 Euro. Der Gemeinderat hält trotzdem an seinem Ansinnen fest.

LandsberiedDer Dorfplatz wird umgebaut. Das steht fest. Im Detail sind in den beiden Angeboten, die nun dem Gemeinderat vorlagen, neben einer neuen Pflasterung unter anderem auch Schaukästen, eine Mobilitätsstation und der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle enthalten.

Für Hubert Ficker (CSU) gab es keinen Zweifel, die Umgestaltung trotz der hohen Kosten weiter voranzutreiben. „Die barrierefreie Haltestelle wird Pflicht“, sagte er mit Verweis auf das entsprechende Programm des Landkreises. Außerdem habe sich der Gemeinderat für eine Mobilitätsstation ausgesprochen. „Dass es die nicht umsonst gibt, ist auch klar.“ Von weniger als 80 000 Euro an Kosten auszugehen, sei also ohnehin optimistisch gedacht.

Ähnlich sieht es Johannes Nagel (FW/Einigkeit): „Wir haben einen Platz, der wirklich nicht schön ist – das muss gemacht werden.“

Unklar ist, welche Gestaltung genau bei den beiden Angeboten vorgesehen ist. Mit Verweis auf das Urheberrecht geben die Firmen das derzeit nicht preis. „Da ginge nur in einem Architektenwettbewerb, und der kostet etwas“, sagte Bürgermeisterin Andreas Schweitzer (FW/Einigkeit). Sie bekam vom Gemeinderat deshalb den Auftrag, mit den Anbietern zu klären, inwieweit sich Änderungswünsche auf die Planungskosten auswirken.

Kein Fahrgast-Informationssystem

Während der barrierefreie Ausbau der Haltestelle im Bereich der Dorfplatzes also Pflicht ist, wird die Gemeinde dort aber kein Fahrgastinformationssystem einrichten. Das beschlossen die Räte in der gleichen Sitzung.

Landsberied hätte sich an einem Rahmenvertrag mit weiteren Landkreiskommunen beteiligen können, um digitale Anzeigetafeln aufzustellen. Diese hätten Fahrgäste in Echtzeit über die Ankunft des Busses und Verspätungen informiert. 5000 Euro und die laufenden Unterhaltskosten hätte eine kleine Infotafel gekostet. „Das Geld sollten wir uns sparen“, meinte jedoch Ficker. „Ein solches Informationssystem macht nur an Haltestellen Sinn, an denen viele Busse halten und ein hohes Fahrgastaufkommen herrscht.“ Die laufenden Kosten könnten schnell steigen, weil unter diesen Posten nicht nur die Ausgaben für Strom fallen, sondern auch die für Reparaturen zum Beispiel durch Vandalismus-Schäden.

Auch Schweitzer glaubt nicht, dass in Landsberied Menschen auf gut Glück zur Bushaltestelle gehen und sich dort informieren, wann der Bus fährt. „Das macht man vielleicht dort, wo alle zehn Minuten ein Bus fährt, aber nicht, wenn er nur stündlich fährt.“ Günther Wörl (CSU) verwies darauf, dass sich die meisten inzwischen über Apps auf dem Smartphone informieren.

Ficker schlug vor, statt eines Fahrgastinformationssystems am Dorfplatz lieber einen weiteren Zugangspunkt zum Bayern-Wlan zu schaffen. Zwei Zugangspunkte würden gefördert, Landsberied habe bislang erst einen am Dorfwirt. Das Thema wird demnächst im Gemeinderat behandelt.

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