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Die Oberlacha in Landsberied.

Landsberied

Dorfweiher: Jetzt doch Zuschüsse für Erhaltung

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Landsberied kann für den Erhalt der Oberlacha auf Fördermittel bauen. Bislang schien es so, als ob die Gemeinde den Weiher komplett mit Eigenmitteln sanieren muss.

LandsberiedKürzlich hat sich herausgestellt, dass das Projekt in eine einfache Dorferneuerung aufgenommen werden kann. „Bislang hat es immer geheißen, dass die Förderung einer solchen Maßnahme nicht geht“, sagte Hubert Ficker (CSU) im Gemeinderat. Aber er habe noch einmal beim Amt für ländliche Entwicklung nachgebohrt. Und siehe da: Es stellte sich heraus, dass der Erhalt des Weihers im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung mit 50 bis 60 Prozent der Kosten bezuschusst wird. „Das ist die Chance, alles schön zu machen – und das für die Hälfte des Preises“, sagte Ficker, der dies als Glücksfall bezeichnete.

Wie Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) ausführte, könne die Gemeinde den bisherigen Landschaftsplaner behalten. Das Amt für ländliche Entwicklung begleite die Stabilisierung und den Erhalt des Gemeindeweihers. Und auch die Anwohner können davon profitieren: Denn auch für sie gibt es Zuschüsse, wenn sie sich an der Neugestaltung des Umfeldes beteiligen.

Burschen bauen Weiherbar auf

Mit der Umgestaltung soll auch die Akzeptanz des Dorffestes am Weiher erhöht werden. Die Burschen organisieren das Fest, zu dem stets mehr als 2000 Besucher kommen. Sie bauen sogar eine Weiherbar auf dem Wasser auf. Zuletzt hatten die Burschen aber über Platzprobleme und Beschwerden der Nachbarn geklagt. Im Rahmen des Verfahrens soll auch eruiert werden, wie wieder mehr private Flächen für das Fest genutzt werden können.

Allerdings sollten die Anwohner derzeit keine Maßnahmen auf eigene Faust starten, da die Fördergelder sonst nicht fließen. Schweitzer will bald einen Runden Tisch einberufen, um alle Beteiligten über den weiteren Ablauf zu informieren.

Der Weiher befindet sich laut Verwaltung „in einem bedauernswerten Zustand“. Die Wasserfläche ist trotz verschiedener Gegenmaßnahmen in den vergangenen Jahren massiv geschwunden. Das Umfeld ist aufgrund mangelnder Pflege und diverser Baumaßnahmen nicht mehr ansehnlich. Das Problem: Die Oberlacha verfügt über keinen natürlichen Zulauf. Der frühere Zulauf ist in den 1980er-Jahren durch Bautätigkeiten versiegt.

Zuletzt war der Weiher komplett ausgebaggert und mit einer ein Meter dicken Lehmschicht ausgekleidet worden. Der Wasserstand hat sich dadurch aber nicht deutlich erhöht. Deshalb plant die Gemeinde derzeit die Verlegung einer etwa 180 Meter langen Drainage, um vorhandenes Oberflächenwasser von den südlichen Feldern in die Oberlacha zu leiten.

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