Ist nicht dicht: der Dorfweiher („Oberlacha“) in Landsberied. Foto: Peter Weber
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Ist nicht dicht: der Dorfweiher („Oberlacha“) in Landsberied.

Landsberied

Dorfweiher soll schöner werden – und dicht

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Die Oberlacha und der Platz rund um den Dorfweiher in Landsberied sind in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Nach einer Wunsch-Runde der Anwohner wird jetzt die erste Planung erstellt.

Landsberied – Die sogenannten Dorferneuerungen verantworten in Bayern die jeweiligen Ämter für ländliche Entwicklung (ALE). Damit gibt es für Bauprojekte im ländlichen Raum, die die Lebensqualität vor Ort fördern, Zuschüsse vom Staat.

Landsberied würde diese Mittel gerne für den Platz rund um den Dorfweiher („Oberlacha“) und die Wasserfläche selbst anzapfen und hatte sich deswegen beim ALE für ein Projekt beworben: eine Umgestaltung des Weihers bis zur Kreuzung Bahnhofstraße. „Ziel ist, das Ganze als Platz zu gestalten, damit es einheitlich wirkt“, sagt Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit).

Das andere große Ziel, an dem man schon lange herumdoktert: ein wasserhaltender Weiher. Denn schon seit Jahren besteht an der Oberlacha ein Problem: Das Wasser verschwindet, der Weiher „ist nicht dicht“, sagt Schweitzer. Im Sommer trocknet er aus. Normalerweise wird dort jedes Jahr das Dorffest gefeiert, eine Bar stand sogar auf Stelzen im Weiher.

Wasser in den Weiher

Es gab mehrere Anläufe beim Projekt „Wasser im Weiher“ – alle mit wenig Erfolg. Die Anwohner dürfen ihr Regenwasser einleiten, zudem wurden der Boden des Weihers und die Ufer bis zu einer Höhe von einem Meter mit einer Lehmschicht ausgekleidet, die das Wasser halten sollte. Eine Drainageleitung vom freien Feld im Süden her, die die Gemeinde 2019 verlegt hatte, bringt zwar weiteres Wasser in den Weiher, doch auch das reicht nicht. „Da muss der Planer Vorschläge bringen“, sagt Schweitzer zum wasserlosen Weiher.

Besagter Architekt war schon vor Ort. Mit Anwohnern, einem Vertreter der Dorferneuerung und der Bürgermeisterin wurden Wünsche und Gedanken zur Umgestaltung des Areals aufgenommen. Die Anwohner können sich auch für private Bauprojekte um Fördergelder bemühen, etwa eine Fassadengestaltung.

Ein erster Planungsentwurf soll Anfang 2021 kommen. Und der Gemeinderat hat beim ALE angefragt, ob eine Ausweitung der Dorferneuerung möglich wäre: bis zur Kreuzung Schlossberg-/Angerstraße.

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