Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Die Grünbergzwerge werden ab Herbst vom freien Träger Fortschritt GmbH betrieben. Foto: Archiv

Aus Organisations- und Qualitätsgründen

Landsberied gibt sein Kinderhaus ab

Die Gemeinde Landsberied gibt ihr Kinderhaus an einen freien Träger. Im Herbst übernimmt Fortschritt, eine gemeinnützige GmbH, den Betrieb der Grünbergzwerge. Der Gemeinderat will so die Qualität der Betreuung stärken.

LandsberiedDer Betrieb eines Kinderhauses ist für eine kleine Gemeinde kein leichtes Unterfangen. Zwei Hauptsorgen sind es, welche Gemeinderäte und Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) seit Herbst 2017 diskutieren. Erstens: das Personal. „Wir tun uns schon seit Jahren schwer, das Personal, so wie wir es gerne haben möchten, in die Kita zu bekommen“, sagte Schweitzer. Im Raum München sei die Lage besonders angespannt, die Kündigungsfristen in der Branche seien zudem sehr kurz. Im Falle eines Personalausfalls habe man als kleiner Betreiber mit zehn Mitarbeitern auch keine Möglichkeiten, flexibel zu reagieren.

Ausfälle können auch Auswirkungen auf die Zahlen haben: „Es ist für uns finanziell sehr gefährlich, wenn Personalschlüssel nicht erreicht werden“, sagte Vize-Bürgermeister Hubert Ficker (CSU/WDG). Dann könnten im schlimmsten Fall staatliche Fördergelder gestrichen werden.

Zweiter Punkt: die Möglichkeiten im fachlichen Bereich. Das sei vor 15 Jahren nicht so wichtig gewesen, meinte Schweitzer, doch die Zeiten hätten sich geändert: „Inzwischen ist es eine Bildungseinrichtung. Die Anforderungen werden immer mehr.“ Verwaltungsaufwand, Personalführung, rechtliche Bestimmungen und vor allem die Weiterbildung des Personals sei von einem kleinen Träger schwer zu leisten. „Ich maße mir nicht an, fachliche Probleme in der Einrichtung zu lösen“, sagte Schweitzer.

Diese beiden Probleme kann nach Ansicht des Gemeinderates ein freier Träger besser lösen. Hat er mehrere Einrichtungen, so kann er flexibel mit seinem Personal arbeiten und hat Reserven. Außerdem seien die Möglichkeiten im fachlichen Bereich, etwa mit speziellen Betreuungsangeboten, für einen solchen Betreiber viel größer, argumentierte Kindergarten-Referentin Claudia Kriebel (FW/Einigkeit).

„Wir wollen die Qualität in unserer Einrichtung stärken“, fasste Schweitzer zusammen, „der professionelle Weg ist für mich, den Betrieb an einen Träger zu übergeben.“ Diese Übergabe leitete der Gemeinderat dann fast einstimmig in die Wege: Fortschritt, eine gemeinnützige GmbH mit Hauptsitz in Pöcking (Kreis Starnberg) soll ab 1. September die Einrichtung übernehmen. Dieser Träger betreibt mehr als 30 Kindertagesstätten im Landkreis, zum Beispiel in Grafrath, Kottgeisering, Oberschweinbach und Germering.

Die Gemeinde redet weiterhin bei wichtigen Dingen mit. Das Haus bleibt im Besitz der Kommune, zudem bestimmt der Gemeinderat über Gebühren und Öffnungszeiten. „Es bleibt unser Kindergarten“, sagte Schweitzer.

Auch beim Personal soll sich prinzipiell nichts ändern. „Der Träger will alle übernehmen“, erklärte Schweitzer. Elternbeirat und Mitarbeiter sind bereits über die neue Sachlage informiert, ein Elternabend folgt demnächst. (fd)

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