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Die Behörden beschäftigen sich mit einer Baugenehmigung

Landsberied

Hallendach sechs Meter zu lang – Kreisbehörde im Kreuzfeuer

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Die Gemeinderatsmitglieder ärgern sich über eine nicht-konforme Halle im Gewerbegebiet – und in gewissem Maße auch über das Landratsamt, das die Bauübertretung wohl tolerieren will.

Landsberied –  „Da ist an allen Enden getrickst worden. Da reden wir nicht über ein Vergehen, sondern über mehrere“, sagte Ortsentwicklungsreferent Johannes Bals (CSU/WDG) zu der Causa, die sich schon über mehrere Jahre hinzieht.

Es geht um eine Gewerbehalle An der Leiten, die 2017 errichtet wurde. Das offensichtlichste Problem: Das Vordach der Halle ist sieben Meter lang und damit ganze sechs Meter zu lang. Dadurch überschreitet die Halle die zulässige Grundflächenzahl, die regelt, wie viel Prozent des Grundstückes bebaut werden dürften. Jetzt hatte der Bauherr eine neue Planung eingereicht: Dort ist das Dach als nur einen Meter lang eingezeichnet. Das Landratsamt hatte gegenüber dem Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf vorher kommuniziert: Man wisse zwar, dass die Realität anders aussehe, wolle das Dach in der Planung aber so dulden.

Unverständnis im Gemeinderat

Diese Aussage des Landratsamtes beziehungsweise die Haltung im Umgang mit baurechtlichen Vorgaben sorgte im Gemeinderat für Unverständnis. Der Rat lehnte die neue Planung einstimmig ab – doch das letzte Wort hat die Kreisbehörde: Sie kann die Genehmigung erteilen.

„Meiner Meinung nach liegt der Fehler beim Landratsamt, sie schaffen damit einen Bezugsfall“, sagte Bernhard Förg (WF/Einigkeit). Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) ergänzte, eine mögliche Duldung durch die Kreisbehörde könne Folgendes signalisieren: „Macht doch was ihr wollt, ihr kommt am Ende damit durch.“

Das Landratsamt dementiert auf Nachfrage, dass die Aussage gegenüber der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf bereits die Duldung der Halle bedeute. Diese Vorab-Kommunikation sei „nicht gleichzusetzen mit einer rechtsverbindlichen Bekanntgabe einer Behördenentscheidung an den Adressaten“. Das Landratsamt stellt grundsätzlich ein Bußgeld aufgrund der Verfehlungen in Aussicht. Den Ärger im Gemeinderat könne man nicht nachvollziehen, heißt es aus der Kreisbehörde: Man stehe „ständig im Spannungsverhältnis zwischen Allgemein- und Individualinteressen“.

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