Landsberied will in eigene Blühflächen investieren: 1250 Euro sind eingeplant. SymbolFoto: Frank Rumpenhorst/dpa
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Landsberied will in eigene Blühflächen investieren: 1250 Euro sind eingeplant.

Umweltschutz

Landsberied investiert in eigene Blühflächen

  • Fabian Dilger
    vonFabian Dilger
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Die Gemeinde gibt keinen Zuschuss für die von privater Seite organisierte Blühwiese in Babenried, sondern investiert 1250 Euro in Blumen auf eigenem Gebiet.

Landsberied - Bei einer Radtour sollen geeignete Gemeindeflächen gesucht werden. Umweltreferent Florian Wolf (Grüne) schlug vor, auf drei Arealen Blüh-Saaten auszubringen: auf zwei Flächen am großen Dorfwirt-Parkplatz und an einem Weiher südlich des Ortsrandes von Landsberied. Ein erstes Angebot dafür beläuft sich auf 760 Euro. Bis zu fünf Mal könnte dann jedes Jahr etwas aufgehen, sagte Wolf. Der Gemeinderat beschloss das Projekt einstimmig.

2020 hatte der Gemeinderat 500 Euro für 2000 Quadratmeter Blühwiese in Babenried gegeben. Diese Wiese ist mittlerweile mit privaten Spenden weitergewachsen. Heuer kam wieder eine Zuschussanfrage. Doch dieses Mal wurde abgelehnt.

Der Zuschuss vom vergangenen Jahr sei im Ort teilweise auf Unverständnis gestoßen, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit): „Es hat relativ hohe Wellen geschlagen.“ Landwirte fanden den Betrag überzogen. Michael Hillmeier (CSU/WDG), selbst Landwirt, erklärte das so: „Die Befürchtung sind steigende Pachtpreise.“ Bei erhöhten Pachten werde es eng, genug Flächen für konventionelle Landwirtschaft zu finden. „Ich mag das Projekt in Babenried nicht schlechtreden“, betonte er. Mit dem Geld könne die Gemeinde aber auch auf eigenen Flächen etwas anstellen: „Wir könnten mit 500 Euro 70 Hektar einjährig ansäen.“ Der Gemeinderat beschloss schließlich gegen die Stimme Wolfs, den Zuschuss für die Wiese in Babenried nicht zu bewilligen.  fd

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