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Der neue Mast steht direkt vor der Garage der Schwachhofers – und innerhalb eines Spielplatzes.

Aus dem Gemeinderat

Neuer Standort der Sirene sorgt für Ärger

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Der neue Sirenenmast in Landsberied ist aufgestellt. Doch die direkten Anwohner ärgern sich über den Standort. Die Gemeinderatsmitglieder kritisieren das Vorgehen beim Aufbau des Masten.

Landsberied –Es ist vor allem die Platzierung des Masten, die Lothar Schwachhofer aufbringt. „Eine Katastrophe“ sei dieser. Der 63-Jährige und seine Frau Irina hatten deswegen einen Antrag an den Gemeinderat gestellt. Sie fordern, dass der 14 Meter hohe Mast versetzt werden soll. Denn dieser steht auf dem Spielplatz an der Flurstraße – und direkt vor ihrem Haus. Das ärgert die Schwachhofers.

Der neue Standort für den Sirenenmasten war notwendig geworden, weil es bei der bestehenden Anlage in Babenried immer wieder Probleme mit der Wartung und dem Blitzschutz gegeben hatte. Die andere Sirene auf dem Gemeinde-/Feuerwehrgebäude reicht alleine nicht aus, um die ganze Gemeinde zu erreichen.

Bei einer Probebeschallung wurde dann der Spielplatz, ein Areal, das der Gemeinde gehört, als neuer Standort auserkoren. Ursprünglich hätte der Mast an das nordwestliche Eck des kleinen Spielplatzes kommen sollen. „Ich bin nicht gegen die Sirene. Gegen den Standort an sich auch nicht“, sagt Lothar Schwachhofer. Doch statt im Nordwesten steht der Mast nun im südöstlichen Eck des Spielplatzes, vor dem Haus der Schwachhofers. „Wenn man vier, fünf Meter weiter nach links gerückt wäre, dann wäre das gegangen“, meint Schwachhofer.

„Es ist der einzig mögliche Standort“, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) bei der Beratung des Gemeinderates zu dem Thema. Denn als man im Nordwesten des Spielplatzes den Boden aufgebaggert habe, habe man mehrere Leitungen entdeckt. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man schon aufbaggert und dann erst erkennt, dass da Leitungen sind“, kritisierte Vize-Rathauschef Hubert Ficker (CSU/WDG). Wer versäumt hat, das nachzuprüfen, ist laut Schweitzer nicht mehr nachzuvollziehen.

„Im Nordwesten geht nicht, mitten in den Spielplatz hinein geht auch nicht, und auch an anderer Stelle ist kein Bau möglich gewesen“, so Schweitzer. Laut Aussage der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf wäre man mit dem Fundament des Masten dann zu nahe an das Garagen-Fundament der Schwachhofers gekommen. Also blieb im Ausschlussverfahren nur der jetzige Standort übrig, erklärte die Bürgermeisterin. Die Gemeinde habe sich niemals auf einen genauen Standort innerhalb des Spielplatzes festgelegt. Nach Bekanntgabe des Themas bei der Bürgerversammlung und im Bürgerbrief habe es auch keine Reaktionen der Anwohner gegeben.

Johannes Trischberger (CSU/WDG) kritisierte Schweitzer für den schnellen Ablauf des Aufbaus. Denn nachdem die Leitungen entdeckt worden waren, wurde noch am selben Tag der neue Standort ausgewählt, ohne dies mit den Anwohnern zu besprechen. „In dieser Sache hätte ich mir ein gewisses Fingerspitzengefühl gewünscht. Es wäre angebracht gewesen, dass man zu dem Thema ein paar Worte sagt.“ Sicher hätte man noch einmal reden können, räumte Schweitzer ein. Am Standort selbst hätte das aber nichts geändert.

Der Gemeinderat stimmte erst einmal gegen eine Verlegung. Auf Vorschlag von Hans Märkl (Grüne) soll aber bei der Entwicklung des neuen Baugebietes an der Flurstraße überprüft werden, ob dort ein Platz für den Masten frei werden könnte.

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