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In Landsberied

Paten retten Bäume vor der Fällung

Einige Obstbäume in Landsberied werden gerettet: Für sie haben sich Paten gefunden. Diese sollen ernten und so die Straßen von Fallobst sauber halten.

Landsberied Der Aufruf der Gemeinde hat Wirkung gezeigt: „Es haben sich einige Bürger gemeldet, die einen oder zwei Bäume betreuen wollen“, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) im Gemeinderat. Die Paten sollen Obst von den gemeindlichen Bäumen in Landsberied und Babenried pflücken.

In der vorhergehenden Sitzung hatte das Gremium beschlossen: Wenn sich kein Pate meldet, der die Ernte übernimmt, wird abgeholzt und teilweise mit früchtelosen Bäumen neu gepflanzt. Um noch mehr Bäume zu retten, startet Schweitzer im nächsten Bürgerbrief aber nochmals einen Aufruf.

Grundsätzlich ist bereits beschlossen, was gefällt wird. Bei einem Ortsrundgang hatte der Gemeinderat festgelegt, welche Bäume in welcher Reihenfolge umgemacht werden. „Wenn aber noch Bürger da sind und sich kümmern möchten, dann sollten wir denen schon noch die Chance geben“, sagte Hans Märkl (Grüne).

Teilweise gab es auch ortfremde Interessenten für die Bäume. Ein Auswärtiger wollte einen Baum ausgraben und mitnehmen. Als er hörte, dass er das auf eigenen Kosten gerne tun könne, war das Interesse rasch verflogen.

Als Konsequenz aus dem Ärger mit den Obstbäumen wird die Gemeinde im Gewerbegebiet ihre Pläne für eine Bepflanzung ändern: Eigentlich hätte sie dort auf ihrem Grundstück 13 Obstbäume anpflanzen müssen, so stand es im Bebauungsplan. Davon ist jetzt keine Rede mehr. „Wir müssen da künftig aufpassen“, sagte Bürgermeisterin Schweitzer zu solchen Selbstverpflichtungen.

Anwohner klagt über Laub und Läuse

Auch andernorts hat die Gemeinde Probleme mit Bepflanzung. Allerdings geht es dort nur um einen Baum. Nämlich um einen Ahorn an der Kirchstraße. Dieser wird gefällt. Ein Anwohner hatte sich schon seit längerer Zeit über Dreck, Läuse und vor allem gefährliches, herabfallendes Totholz beschwert. Der Gemeinderat stimmte zu, dass der Baum, der auf Gemeindegrund steht, umgemacht wird. Die Verkehrssicherheit sei nicht mehr gegeben. „In diesem Fall ist das ein Baum, der mit Sicherheit keine Schönheit mehr ausstrahlt“, sagte Vize-Bürgermeister Hubert Ficker (CSU/Wählerdorfgemeinschaft) zum Aspekt der Ortsbild-Prägung. Als Ersatz pflanzt die Gemeinde einen neuen Baum mit mindestens drei Metern Höhe und 15 Zentimetern Stammumfang

(Fabian Dilger)

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