Anwohner können aufatmen

Pflasterlärm: Nach viel Getöse wird es still

Landsberied – Die Anwohner der Brucker Straße können zufrieden sein: Die Pflasterquerung am Ortseingang wird verschwinden – und damit auch der Lärm, den einige Landsberieder beklagen.

Noch vor einem Jahr hatte der Gemeinderat ganz anders entschieden. Grund für den Sinneswandel: Da sowieso Straßenbauarbeiten in der Nähe, nämlich An der Leiten, anstehen, könnten die Granitzeiler, welche die Querung bilden, in diesem Zusammenhang ohne viel Aufwand entfernt werden. Und genau vor einem Jahr hatte ein Anwohner dieses im Sinn gehabt, als er einen Antrag auf Entfernung stellte. Denn der Belag habe sich zu einer Mulde abgesenkt, dadurch entstehe beim Überfahren ein Lärm, den er in seinem Wohnhaus 100 Meter entfernt immer noch höre.

Auch Gemeinderat Günther Wörl (CSU/WDG) – ebenfalls Anwohner und deswegen nicht stimmberechtigt – bestätigte damals diese Beschwerden und hatte wegen der Straßenbauarbeiten angeregt, das Thema noch einmal im Gemeinderat zu behandeln. Und das mit Erfolg: Die Granitzeiler werden entfernt, die Stelle normal asphaltiert. Denn im Gremium, das den Antrag vor einem Jahr noch abgelehnt hatte, haben sich die Meinungen inzwischen geändert. Wenn eine Entfernung im Zuge der sowieso anfallenden Arbeiten möglich sei, dann sei dies kein Problem, erklärten die meisten Räte jetzt unisono.

Zudem wurde der grundsätzliche Sinn der Querung in Frage gestellt. Seit rund zehn Jahren besteht die fragliche Stelle. Damals wurde an der Brucker Straße ein neuer Kanal verlegt. Die Querung, die seit dieser Zeit an der Höhe der Einmündung An der Leiten besteht, wurde damals als optische Grenze zwischen Ort und Außenbereich und so als willkommene Hilfe zur Temporeduzierung gesehen. Doch viele Gemeinderäte bezweifelten, dass dort irgendjemand wegen dieser Stelle auf die Bremse tritt – auf der langen Strecke von der Staatsstraße durch das Gewerbegebiet bis zum Ortseingang fahren viele zu schnell, da die dichte Wohnbebauung erst auf Höhe Flurstraße beginnt. „Wenn es dadurch keine nennenswerte Geschwindigkeitsreduzierung gibt, dann bin ich auf der Seite der Anwohner“, sagte etwa Robert Beier (CSU/WDG). Auch Florian Gerum (FW/Einigkeit) meinte: „Ich habe bis dato noch keinen gesehen, der ein bissl auf die Bremse getreten ist.“

Nicht zustimmen wollten die Grünen Hans Märkl und Helmut Hoffmann: Denn falls man an der Brucker Straße diesen Belag entferne, müsse dies auch an anderen Stellen im Ort geschehen, meinte Märkl. Als Beispiel nannte er die innerörtliche Kreuzung der Kirch- mit der Babenrieder Straße, wo ebenfalls eine solche Querung besteht. Die beiden Grünen beharrten auf dem Gleichbehandlungsgrundsatz. Dort würde ebenfalls Lärm durchs Überfahren entstehen, so Märkl. „Wenn wir es wegmachen, dann haben die Anwohner der Kirchstraße auch ein Recht darauf.“

Neben der Entfernung der Granitzeiler wird auch eine andere verkehrstechnische Maßnahme an der Brucker Straße ausprobiert: Robert Beier regte in diesem Zusammenhang an, eine Tafel mit Geschwindigkeitsanzeige, die auf Höhe Flurstraße steht, weiter in Richtung Ortsschild zu verlegen, um schnelle Autofahrer auszubremsen, denn: „Wenn da etwas aufblinkt, da überlegt man sofort.“

von Fabian Dilger

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