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Schock im Gemeinderat: Dorferneuerung wird teuer

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Von: Fabian Dilger

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Der Platz um die Oberlacha soll neu gestaltet werden. Zudem will die Gemeinde eine Lösung finden, wie das Wasser im Weiher gehalten werden kann. archivFoto: weber
Der Platz um die Oberlacha soll neu gestaltet werden. Zudem will die Gemeinde eine Lösung finden, wie das Wasser im Weiher gehalten werden kann. © Weber

Die Dorferneuerung rund um den Dorfweiher Oberlacha ist durchgeplant. Je nach Variante könnte sie über eine Million Euro kosten. Jetzt ist die Frage, wie viel Fördergeld die Gemeinde für das Projekt bekommt.

Landsberied – Entsetzen herrschte im Gemeinderat, als Landschaftsarchitektin Ulrike Hörl ihre erste grobe Kostenschätzung für den Umbau von Dorflacha und Dorfplatz verkündete: knapp über eine Million Euro. Die Zahl sei aber noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Und es wäre die teuerste Version. Günstiger wären Varianten, bei denen die Schloßbergstraße asphaltiert und nicht mit Granit gepflastert wird. „Es ist nur eine erste Hausnummer“, sagte Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (Freie Wähler/Einigkeit).

Nun heißt es warten, in welcher Höhe es Zuschüsse vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) gibt, das die Dorferneuerung begleitet. Schweitzer berichtet, ein Vertreter der Behörde habe bei einem Ortstermin gesagt, grundsätzlich seien zwischen 50 und 60 Prozent bezuschussbar. Aber ob das auch bei Summen rund um eine Million Euro gelte, das sei unklar, so Schweitzer. Michael Hillmeier (CSU/Wählerdorfgemeinschaft) meinte dazu: „Wir sollten zuerst mit der Förderstelle reden. Wenn sie bei 60 Prozent bleiben, dann schaut das anders aus.“

Die Planung an sich wurde vom Gemeinderat positiv aufgenommen. Der Dorfweiher soll umgestaltet werden, sodass das Wasser dauerhaft bleibt und man sich am Weiherrand aufhalten kann. Die nördliche Ufermauer könnte entfernt und durch Sitzquader ersetzt werden. Am östlichen Ufer Richtung Dorfplatz hatte Landschaftsarchitektin Hörl ein Holzdeck am flachen Wasser und Trittsteine geplant.

Der Dorfplatz soll nach dem Umbau multifunktional nutzbar sein, die Eiche in der Mitte und die Bäume rundherum sollen als grüne Insel stehen bleiben. „Durchgängiger Granitbelag wäre am schönsten“, sagte Hörl zur Neugestaltung. Das sei aber eine Kostenfrage. Die einmündende Schloßbergstraße werde für landwirtschaftliche Maschinen durchfahrbar bleiben und ihren dörflichen Charakter behalten. In der Planung wäre sie künftig 5,50 Meter breit – und damit etwas schmaler als jetzt. Dafür soll der Fahrbahnrand für größere Fahrzeuge gut befahrbar sein.

Ein Baum müsste gefällt werden: eine Weide am östlichen Teil des Weihers. Ein Gutachten hatte festgestellt, dass ein Erhalt aufwändig sei, so müsste die Krone untersucht werden. Hörl riet: „Am besten weg damit und einen neuen Baum pflanzen.“

Ihre Planung hatte sich auch mit Anwohnern und dem Burschenverein abgestimmt, der rund um Weiher und Platz jedes Jahr ein Dorffest veranstaltet. Legendär ist mittlerweile die Bar mitten im Weiher.

Jetzt steht das Zuschuss-Gespräch mit Vertretern des ALE an. Bürgermeisterin Andrea Schweitzer versprach: „Wir klären die offenen Fragen und kommen dann mit allen Informationen wieder in den Gemeinderat.“

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