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Impression vom Skilift in Landsberied.

Interessenten sollen sich melden

Skilift: Landsberied wieder auf Betreiber-Suche

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Nach zwei Wintern ist wieder großes Suchen im „Skiort“ Landsberied angesagt: Die Betreiber des Lifts am Filzberg haben sich zurückgezogen.

Landsberied  Jetzt müssen neue Interessenten gefunden werden. Für das Trio Yves Eisenreich, Benedikt Fuchs und Florian Keller ist Schluss. 2018 hatten sie den Lift-Betrieb übernommen, weil der Neuaubinger Dieter Schlederer nach Jahrzehnten altersbedingt aufgehört hatte.

Zeitprobleme

Die Gemeinde wollte den Lift unbedingt erhalten und suchte nach Interessenten: Als sich das Trio meldete, kaufte die Gemeinde die technischen Anlagen und pachtete die Wiese. Die drei Freunde waren alle leidenschaftliche Snowboarder aus der Region, das Projekt war eigentlich auf fünf Jahre angelegt. Doch nach zwei Jahren haben sie im März der Gemeinde ihren Abschied angekündigt: Wegen beruflicher Veränderungen seien sie nicht mehr so flexibel, um den Betrieb bei ausreichender Schneelage zu gewährleisten.

TÜV neu

Die Entscheidung kam für die Landsberieder Bürgermeisterin Andrea Schweitzer (FW/Einigkeit) sehr überraschend. Im Dezember war noch der TÜV vor Ort und man verständigte sich auf Reparaturen an der Elektrik, die die Gemeinde übernehmen sollte. Letztlich einigten sich Gemeinde und Betreiber auf eine außerordentliche Kündigung. Jetzt sucht Landsberied wieder nach Betreibern für den Skilift, der seit den 1970er-Jahren am Filzberg steht. Das Unikat in der Region soll erhalten bleiben, hofft Schweitzer. Denn wenn Schnee liegt, ist der Andrang groß. „Bis aus München kamen die Anrufe, ob der Lift läuft.“

Keine Goldgrube

Grundsätzlich könne das Betriebsmodell bestehen bleiben: die Gemeinde pachtet die Wiese und verpachtet den Lift. Der Betreiber verpflichtet sich, ihn bei ausreichender Schneedecke zu öffnen – auf eigene Kosten und eigenes Risiko. Auch der Sponsor und Werbepartner des Liftes, das Mammendorfer Unternehmen MIPM, wünscht, dass es weitergeht.

„Ja wir wollen, die Frage ist, welche Lösung wir jetzt finden“, sagt Juniorchefin Jennifer Rosenheimer. Denn eine Goldgrube ist der Lift nicht. Betreiber müssen eine Portion Idealismus mitbringen. Grundsätzlich kann sich Schweitzer auch Modelle wie eine Bürgerinitiative vorstellen. Das war vor zwei Jahren noch nicht diskutiert worden. „Ich bin offen für alles. Melden sollten sich alle, die Interesse haben. Wenn sich zehn finden würden, dann muss man das alles nochmal neu diskutieren.“

Zeit drängt

Hinter dem Betrieb steht aber auch ein gewisser Vorlauf mitsamt behördlichen Genehmigungen und anderer Formalien. „Man müsste sich bis Anfang August einig sein, um die behördlichen Genehmigungen einholen zu können.“ 

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