Landtag

Abgeordneter nimmt Abschied

Der CSU-Stimmkreisabgeordnete Reinhold Bocklet, der darauf verzichtet hatte, bei der Landtagswahl wieder als Direktkandidat anzutreten, wird auch nicht auf der Liste der CSU stehen. Damit endet Bocklets Zeit im Landtag definitiv.

Reinhold Bocklet wird definitiv aus dem Landtag ausscheiden.

Gröbenzell/München – Nachdem Reinhold Bocklet seinen Rückzug vom Direktmandat angekündigt hatte,bot ihm CSU-Oberbayern-Chefin Ilse Aigner an, auf der Liste zu kandidieren. Bocklet erwog dies über mehrere Monate hinweg. Gestern nun aber kam seine Absage. Bocklet betont in seinem Schreiben an Aigner, dass er zwar zuversichtlich sei, dass die CSU im Herbst wieder gut abschneiden werde, so dass auch noch realistische Chancen für reine Listenbewerber bestünden. Im Fall seiner Wahl hätte er aber noch eine weitere fünfjährige Mandatszeit vor sich, an deren Ende er das 80. Lebensjahr vollendet haben würde, schreibt Bocklet. „Und obwohl mir die Arbeit eines Landtagsabgeordneten nach wie vor Freude macht, bin ich im Zweifel, ob ich die gesamte Wahlperiode gesundheitlich durchhalten würde.“ So gern er mit seiner Bewerbung mitgeholfen hätte, im Gefolge von Aigners Spitzenkandidatur in Oberbayern zusätzliche Stimmen zu gewinnen, bitte er um Verständnis, so Bocklet.

Damit beendet der Stimmkreisabgeordnete Reinhold Bocklet seine politisch-parlamentarische Laufbahn, die 1979 mit seiner Wahl in das erste direktgewählte Europäische Parlament begann. Bocklet war später unter anderem bayerischer Landwirtschafts- und Europaminister. 1994 und 1998 zog er über die Oberbayern-Liste in den Landtag ein. 2003 übernahm er den Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost. Seit der Landtagswahl 2008 bekleidet er die Funktion des 1. Vizepräsidenten des Landtags.

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