Landwirt quält seinen Hund

Westlicher Landkreis - Monatelang hat ein Landwirt aus dem westlichen Landkreis seinen kranken Hund vernachlässigt. Nun wurde er am Gericht zu 3600 Euro Strafe verurteilt und darf keine Tiere mehr halten.

Eine anonyme Anzeige hatte im März 2013 eine Amtstierärztin zu dem Landwirt eilen lassen. Zu recht wie sich zeigen sollte, denn das Tier war völlig verdreckt, sein Fell verfilzt. Der Zwinger des Tieres war komplett verkotet. Zudem schüttelte der Hund ununterbrochen den Kopf - wegen einer Entzündung im Ohr wie sich herausstellen sollte. Im Zwinger ragten außerdem diverse Drähte aus dem Maschendrahtzaun, der Hof war mit Scherben und offenen Hundedosen übersäht.

Der Landwirt wurde nach der Besichtigung mündlich aufgefordert, einen Tierarzt aufzusuchen, dem Hund täglich Auslauf zu gewähren, sich mit dem Tier zu beschäftigen und die Gefährdungen zu beseitigen. Zwei Tage später schien es so, als hätte sich die Situation verbessert. Der Mann war beim Tierarzt gewesen, der Zwinger war gesäubert. Doch immer wieder gab es anonyme Anzeigen und dem Tier ging es immer schlechter.

Die Krankheit des Tieres habe er nicht bemerkt, entschuldigte sich der Landwirt in der Verhandlung. Das ließ der Richter nicht gelten: „Wenn man sich nur ein bisschen um den Hund gekümmert hätte, hätte man dessen Situation gesehen.“ (sus)

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