Agnes Vörös, ihr Mann Balazs Szijarto und Töchterlein Boglarka leben gerne in Germering. Die Eltern haben eine Anstellung gefunden und Boglarka fühlt sich im Kindergarten Kleiner Muck pudelwohl. Die Mama arbeitet als Erzieherin, der Papa ist Koch – beide haben sich auch vorbildlich ins Vereinsleben integriert. foto: kiener

In Germering

Sie leben die Städtepartnerschaft

Germering – So kann Städtefreundschaft gehen: Familie Vörös-Szijarto ist aus der ungarischen Partnerstadt Balatonfüred nach Germering gezogen und hat hier eine neue Heimat gefunden. Agnes Vörös arbeitet als Erzieherin im Kindergarten Kleiner Muck. Ihr Mann hat eine Anstellung als Koch gefunden. Und das Töchterlein fühlt sich im Kindergarten pudelwohl.

Germering war für die Familie Vörös-Szijarto kein unbekanntes Pflaster: „Mein Mann war schon mit der ersten ungarischen Delegation aus Balatonfüred im Jahr 1989 in Germering“, erzählt Agnes Vörös. Damals blies ihr Mann Balazs Szijarto im Alter von 14 Jahren die Posaune im Stadtorchester der Germeringer Partnerstadt. Heute, 27 Jahre später, spielt er bei der Stadtkapelle.

Agnes Vörös lernte die Große Kreisstadt zusammen mit ihren Eltern kennen. Die sangen seinerzeit im ungarischen Stadtchor und hatten einen Auftritt auf dem Volksfest Unterpfaffenhofen. „Ich habe damals schon das Hochhaus gesehen, in dem wir heute wohnen“, erzählt die 35-jährige Lehrerin und Erzieherin. Seit Oktober vergangenen Jahres lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und der vierjährigen Tochter im 5. Stock dieses Hochhauses. „Bei schönem Wetter können wir sogar die Alpen sehen“, schwärmt sie.

2007 war Agnes Vörös als Chorleiterin ihrer ungarischen Evangelischen Kirche zu Besuch in der hiesigen evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, die wie die beiden Städte verschwistert sind. Heute singt sie im neu gegründeten SoundAround-Chor und arbeitet als Erzieherin. Zurzeit ist sie als Springerkraft im städtischen Kindergarten Kleiner Muck am Volksfestplatz beschäftigt. Im neuen Haus, das erst vor kurzem eröffnet wurde, fühlt sich auch Tochter Boglarka wohl.

„Die Städtepartnerschaft zwischen Germering und Balatonfüred hat vieles für uns erleichtert“, erzählt sie. Dadurch hatte die Familie schon viel Kontakt zu Deutschen, zudem ergriff Agnes Vörös bereits 2004 die Möglichkeit, bei einem Praktikum in einem Nürnberger Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt ihre Deutschkenntnisse – sie hatte bereits Deutsch als Unterrichtsfach in der Schule – zu verbessern. In der Stadtzeitung Balatonfüreds hatte sie die Anzeige der Stadt Germering gelesen, die nach Erzieherinnen suchte.

„Damals lebten wir in Wien und wollten gerne in eine kleinere Stadt ziehen“, erinnert sie sich. Auch ihr Mann fand schnell eine neue Anstellung als Koch in der Schlossschänke Blutenburg. „Wir sind sehr gut in Germering aufgenommen worden und schätzen die Stadt als einen Ort, in dem es alles gibt, was man braucht“, sind sich die beiden einig.

Auch ihrer Tochter Boglarka fehlt es an nichts. Ihr Name heißt übersetzt „Butterblume“. Vielleicht schnitzt ihr Papa deshalb so gerne wahre Kunstwerke wie Blumen aus Obst und Gemüse? Bei der Weltmeisterschaft in Luxemburg im Jahr 2010 erntete er für diese Begabung die Goldene Medaille. „Vor ihm ist keine Rote Bete und keine Wassermelone sicher“, scherzt seine Frau. „Er kann sogar gesunde Brautsträuße aus Gemüse schnitzen, die man hinterher aufessen kann.“ Butterblume, das Töchterlein, präsentiert seine Kunstwerke, die im Fotoalbum verewigt sind, jedenfalls voller Stolz.

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