Peter Anders ist für die Reinigung von Tatorten zuständig.

Leichengeruch in Wohnung: jetzt spricht der Profi

Fürstenfeldbruck – „Der Tod riecht süßlich und penetrant“, sagt Peter Anders. „Wenn man ihn einmal gerochen hat, wird man ihn nie wieder vergessen.“ So wie Bettina M., in deren Wohnung in Fürstenfeldbruck vor ihrem Einzug mehrere Wochen lang eine Leiche lag (wir berichteten).

 Der 50-jährige Anders beseitigt das, was der Mensch nach seinem Tod hinterlässt – Blut und Gestank. Er ist Tatortreiniger und erklärt, warum es in der Brucker Wohnung immer noch derart riecht.

Wenn einMensch wochenlang tot in seiner Wohnung liegt, sei der Verwesungsprozess weit fortgeschritten. Dann verliert der Körper Flüssigkeiten aller Art. Blut, Urin und auch Exkremente sickern durch Teppiche, Fliesenbeläge und Holzböden – so wie in der Wohnung von Bettina M.

Die 46-Jährige wusste lange nicht, dass ihr Vormieter langsam in seinen eigenen vier Wänden verfault war. Nachdem er Selbstmord begangen hatte, wurde er von niemandem vermisst. Anstatt die Reinigung einem Profi zu überlassen, hat der Vermieter – die GBW – offensichtlich aber einen fatalen Fehler gemacht.

Denn auch Monate später wabert der Leichengeruch durch Bettina M.s Wohnung. Peter Anders wundert das nicht: „Viele Hausverwalter wollen sich das Geld sparen. Aber am Ende zahlen sie doppelt und dreifach.“ Zwischen 2000 und 5000 Euro kostet eine fachgerechte Reinigung, sagt der Experte.

Meist reicht es nicht, nur den Boden auszutauschen. Die Hinterlassenschaften der Toten dringen nämlich auch in Estrich und Wände ein. Letzter Ausweg sei am Ende die Komplettsanierung. 

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