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Mit der Kerze: Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer, KuSch-Vorsitzender Gerhard Gauck und UBV-Sprecherin Claudia O‘Hara-Jung.

Ehrung der unabhängigen Bürgervereinigungen

Lichtmesskerze geht an jungen Kulturverein

Ein Feiertag ist Lichtmess schon seit über 100 Jahren nicht mehr. Trotzdem Grund zu feiern hatte heuer der Schöngeisinger Kulturverein (KuSch), der am Vorabend des 2. Februar mit der Lichtmesskerze der Unabhängigen Bürgervereinigungen im Landkreis (UBV) ausgezeichnet wurde.

SchöngeisingDie Ehrung wird seit dem Jahr 2003 verliehen, um damit besonderes Engagement von Einzelpersonen oder Organisationen stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. In diesem Fall beeindruckte die UBV, dass der erst vier Jahre junge KuSch bereits über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist und auch Brucker zu seinen Veranstaltungen lockt.

„Unsere Kerze soll Sie anfeuern“, sagte UBV-Sprecher Klaus Quinten bei der Verleihung im Sitzungssaal der Gemeinde. „Und Sie soll Werbung machen für den KuSch, damit Sie so viel Publikum bekommen, wie Sie verdienen.“

Die Verbindung zwischen der Großen Kreisstadt und der Amper-Gemeinde ist traditionell stark. Nicht nur, dass laut Quinten viele Brucker in Schöngeising schwimmen gelernt haben. Auch kam vom dortigen E-Werk einst das elektrische Licht nach Bruck – „jetzt kommt das Licht zurück nach Schöngeising“.

Quintens Kollegin Claudia O’Hara-Jung, ebenfalls UBV-Sprecherin, verband ganz persönliche Erinnerungen mit dem Ort: „Hier hat mein Yoga-Weg begonnen.“ Laudatorin Susanne Poller, Kreisheimatpflegerin für Baudenkmäler und KuSch-Mitglied, würdigte das vielfältige Angebot des Vereins, das unter anderem Lesungen, Musik, Theater, Kabarett, Führungen, Filme und Veranstaltungen für Kinder umfasst. Oft würden für die Programmgestaltung Anregungen von Schöngeisingern aufgegriffen beziehungsweise mit dem Ort verbundene Künstler eingeladen.

Überreicht wurde die Lichtmesskerze – verziert mit einer dunkelroten Wachs-Silhouette der Schöngeisinger Skyline inklusive Fernsehturm – von Quinten und O’Hara-Jung an den KuSch-Vorsitzenden Gerhard Gauck. Für einen halb klassisch-ernsthaften, halb heiter-schrägen musikalischen Ausklang sorgten Sopranistin Jutta Winckhler, Monika Stöhr (Klavier) und Multitalent Jupp Peters, der sang, Klavier spielte und selbst vertonte Gedichte von Rilke und Morgenstern mitgebracht hatte.

Vor zwei Jahren hatte der Gröbenzeller Arbeitskreis Asyl die Lichtmesskerze der UBV erhalten – für den Gröbenzeller Weg, also die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern. Deswegen war auch Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer (Unabhängige Wählergemeinschaft Gröbenzell/UWG) nach Schöngeising gekommen. Auch die UWG gehört zur UBV. Und so wollte Schäfer natürlich den Nachfolge-Preisträgern gratulieren. (os)

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