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Hier herrscht Parkscheiben-Pflicht: Auf dem Platz am Kurt-Huber-Ring dürfen Autos nicht mehr einfach so abgestellt werden. 

Gebühren eingeführt

Lidl bremst Dauerparker aus

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Fürstenfeldbruck - Ärger auf dem Lidl-Parkplatz am Kurt-Huber-Ring: Die Firma hat eine neue Regel eingeführt. Wer sein Auto ohne Parkscheibe auf dem Gelände abstellt, muss mit einer Strafe rechnen. Die Vorgehensweise kommt nicht gut an.

Der Filialleiter des Lidl musste sich in den vergangenen Tagen wohl öfter rechtfertigen. Denn auf dem Parkplatz gelten neue Regeln. Die Kunden dürfen ihre Autos dort während der Geschäftszeiten nur noch eine Stunde lang kostenlos abstellen – mit Parkscheibe. Wer keine im Auto hat, bekommt ein Problem. So ging es auch Maria Holzmayr.

Die Bruckerin vergaß, die Scheibe in ihren Pkw zu legen. Als sie nach dem Einkauf wieder aus dem Geschäft kam, beobachtete sie, wie ein Mann ihr Auto ablichtete. „Sogar innen rein hat er fotografiert“, empört sie sich.

Hinweisschilder: Die blauen Plakate hängen überall am Parkplatz.

Daraufhin verlangte Maria Holzmayr einen Ausweis von dem Mann. „Den hatte er nicht. Deshalb bin ich zum Filialleiter gegangen.“ Dort habe man sie aber abgewimmelt, sagt Holzmayr. „Das ist eine Frechheit.“ Auch anderen Kunden sei die neue Vorgehensweise schon aufgefallen. Nun erwartet Holzmayr wohl ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro. Diese „Bearbeitungspauschale“ ist laut der Lidl-Pressestelle „an den öffentlichen Verkehr angepasst“.

Den externen Dienstleiter, der sich um die Parkplatzsituation kümmert, habe man beauftragt, um den Kunden „während der gesamten Öffnungszeiten einen schnellen und bequemen Einkauf sowie ausreichend Parkmöglichkeiten zu garantieren“. Deshalb weise man mit gut sichtbar angebrachten Schildern auf die Neuerung hin. Tatsächlich sind sowohl an der Einfahrt als auch auf dem Parkplatz zig Hinweissuchilder angebracht. Auch ein großes Banner am Ladeneingang weist auf die Neuerung hin: Wer keine Parkscheibe hat, muss zahlen. „Mit dieser Vorgehensweise, zwischen Lidl-Kunden und Falschparkern zu differenzieren, haben wir gute Erfahrungen gemacht“, heißt es von Seiten der Pressestelle. Zumindest vermuten lässt sich, dass im Brucker Westen auch die Nähe zur S-Bahn Buchenau eine Rolle für die Änderung spielt. Der Edeka gegenüber des Brucker Bahnhofs hat schon vor längerer Zeit Schranken am Parkplatz angebracht.

„Der Discounter will mit der Aktion sicherstellen, dass nur seine Kunden auf dem privaten Platz parken“, sagt Martin Bosch, Verkehrsexperte der Brucker Polizei. Die Vorgehensweise sei etwa aus Augsburg bekannt. Um ihre Interessen durchzusetzen, dürfe die von Lidl beauftragte Firma die Autos abfotografieren. Und nicht nur das: Wie einige Gerichtsurteile aus jüngerer Zeit bestätigen, darf das Unternehmen widerrechtlich abgestellte Autos auch kostenpflichtig abschleppen lassen – ein Szenario, das „bei mehrfachen Zuwiderhandlungen“ auch auf den blauen Plakaten am Kurt-Huber-Ring bereits angekündigt wird.

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