Der Adventskalender des Lions Clubs hat im Vorjahr 12 500 Euro eingebracht. Bei der Dankes-Einladung an die Sponsoren in der Enoteca del Tufo am Kleinen Stachus haben die künftige Präsidentin Ilona Eckhardt (5.v.l.) und Organisator Fred Burgstaller (3.v.l.) den Spendenscheck an OB Andreas Haas (l.) und Herbert Sedlmeier (vorne im Rollstuhl) übergeben. tb-foto

Germering

Mit Lions-Geldern unbürokratisch helfen

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 Germering – Sechs Jahre gibt es den wohltätigen Adventskalender des Lions Clubs. In dieser Zeit wurden 94 000 Euro für soziale Zwecke erwirtschaftet.

Gut ein halbes Jahr nach dem Ende der jüngsten Kalenderaktion hat sich der Lions Club jetzt bei Sponsoren und Helfern bedankt, die das Projekt erst möglich machen – mit dabei auch der Münchner Merkur, der von Anfang an Preise zur Verfügung stellt und täglich in der Weihnachtszeit die Gewinnzahlen veröffentlicht. Jetzt überreichten Organisator Fred Burgstaller und die künftige Club-Präsidentin Ilona Eckhardt, sie tritt im Juli ihr Amt an (siehe Kasten), den Spendenscheck des Adventskalenders 2015 in Höhe von 12 500 Euro an OB Andreas Haas.

Burgstaller präsentierte einen eindrucksvolle Bilanz der vergangenen sechs Jahre. Der Lions Club habe insgesamt 19 000 Kalender zum Stückpreis von fünf Euro verkauft und so 95 000 Euro eingenommen. Hinzu kamen Spenden von rund 27 00 Euro für den Druck der Kalender, Plakate und Flyer sowie für Notar und Steuer-Angelegenheiten. Zieht man die Ausgaben ab, blieben Burgstaller zufolge 99 Prozent der Einnahmen, also 94 000 Euro, für soziale Zwecke übrig.

Der Großteil des Erlöses ist laut Burgstaller dem Sozialfonds der Stadt für Kinder und Familien in Not zugeflossen. Dieser Fonds wird im städtischen Sozialamt von Herbert Sedlmeier verwaltet. Mit diesen Geldern wird laut OB Andreas Haas unbürokratisch und schnell da Unterstützung geleistet, wo staatliche Gelder fehlen.

Für Sedlmeier, der auch Sozialreferent des Stadtrates ist, sind die regelmäßig eingehenden Gelder des Lions Clubs enorm wichtig: „Wenn eine Oma zu mir kommt, die 50 Jahre gearbeitet hat und sich die Reparatur ihrer Brille nicht mehr leisten kann, dann ist das bitter.“ Hier leistet der Sozialfonds schnell und direkt Hilfe: „Jeder Cent, jeder Euro kommt genau dort an, wo er ankommen soll.“

Neben dem Sozialfonds profitieren aber noch andere Einrichtungen vom Adventskalender und anderen Aktionen wie dem jährlichen Lions-Markt. Unterstützt werden laut Burgstaller der Verein KIBBS, der sich um jugendliche Opfer sexueller Gewalt kümmert, das Salesianer Jugendprojekt Benediktbeuern, der Sozialdienst, der Kinderhilfe Haiti und Syrien sowie der ADV-Kinderschutzbund. Außerdem finanzieren die Helfer Schulmaterialien für in Germering lebende Flüchtlingskinder und übernehmen die Schulgebühren für Kinder in Tansania.

Der Adventskalender bereitet aber nicht nur den Bedürftigen eine Freude. Auch die Käufer des Kalenders haben etwas von der Aktion: Der Wert der von den Sponsoren in den sechs Jahren gespendeten Preise beläuft sich laut Burgstaller auf insgesamt 120 500 Euro. Die erfolgreiche Kalenderaktion werde auf jeden Fall fortgesetzt, versprach Burgstaller abschließend. Allerdings werde er etwas kürzer treten und die Organisation anderen überlassen.

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