Verena Haggenmüller

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Sie lotsen die Schüler zum richtigen Beruf

Fürstenfeldbruck - 2000 junge Erwachsene von 30 Schulen haben sich für die Bildungsmesse Vocatium im Veranstaltungsforum angemeldet, die kommende Woche startet. Dort können sie aus 45 Firmen, Akademien, Fach- und Hochschulen die Passende für sich finden.

 Die Jugendlichen sind bereits jetzt auf die Messe vorbereitet. Schon lange vor den Ferien wurden an allen Schulen im Landkreis Messe-Handbücher verteilt. Auf 72 Seiten stellen sich nicht nur die einzelnen Aussteller mit ihren Ansprechpartnern und Angeboten vor. „In den Büchern stehen auch Grußwörter der Schirmherren und vor allem wichtige Tipps“, erzählt Tabea Fritz, Projektleiterin der Vocatium in Bruck.

Zusätzlich haben spezielle Berater die Schulen besucht. Sie hielten Vorträge und teilten bei der Gelegenheit gleich einen Terminplan für die Messe aus. Die Schüler konnten sich dann für bis zu vier Einzelgespräche mit Firmen oder Hochschulen anmelden. „Mir ist es wichtig, dass bei diesen Vorträgen nicht nur über die Messe, sondern vor allem über die Berufsorientierung generell geredet wird“, so die Projektleiterin. „Ich sage immer: Der erste Schritt ist es, sich selber kennenzulernen und der zweite dann, Informationen zu sammeln.“ Erst dann könnten sich die Jugendlichen für eine passende Ausbildung entscheiden.

Tobias Barfuß

Die Chance dazu bekommen die jungen Erwachsenen der Realschule in Fürstenfeldbruck heuer zum ersten Mal an der Vocatium. „Da wir die Messe erst einmal ausprobieren wollen, haben wir uns nur mit dem Vortrag vorbereitet. Beruf und Ausbildung stehen in der neunten Klasse aber sowieso im Vordergrund“, erzählt Verena Haggenmüller, Beratungslehrerin der Schule. Bisher gab es für die Realschule immer einen internen Berufsinfotag, zu dem verschiedene Firmen eingeladen waren. Jetzt will man sehen, wie es auf der Messe läuft. Die Ausstellung besuchen alle interessierten Schüler der neunten Klassen.

Angelika Nehl-Doering

Gute Erfahrungen mit der Messe konnte die Realschule Puchheim bereits sammeln. „Wir haben von den meisten positives Feedback bekommen“, erzählt Lehrerin Angelika Nehl-Doering. Es gäbe auch immer ein paar Schüler, die geknickt zurückkämen, weil ihre Noten nicht den Erwartungen der Ausbildungsstellen entsprechen würden. „Die meisten sind allerdings sehr zufrieden mit ihrem Besuch.“ Letztes Jahr schickte die Schule alle achten Klassen zur Vocatium. Das Prozedere wurde heuer allerdings geändert und nur die Neuntklässler, die sich auch dafür interessieren, werden die Messe besuchen. In Wirtschaft- und Rechtslehre wurden die Schüler etwa zehn Stunden lang auf die Messe vorbereitet und von einer Beraterin der Vocatium eine Stunde lang informiert.

Einen solchen Info-Vortrag bekamen auch die Schüler des Carl-Spitzweg-Gymnasiums in Germering zu hören. Die Q11 wird sich auf der Messe informieren und Gespräche führen. Tobias Barfuß, Betreuungslehrer, hat selbst mal ein Seminar zum Thema Berufsorientierung an der Schule geleitet und ist der Meinung, dass Messen viel helfen können. „Wenn man die Berufsvorstellungen der Schüler zu Beginn des Seminars mit denen am Ende vergleicht, kann man schön sehen, wie sie sich entwickelt haben. Ein wichtiger Impuls dabei sind Messen, wie zum Beispiel die Vocatium.“

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