Luttenwanger Jugendcontainer bekommt Hausordnung

Adelshofen - Der Jugendcontainer in Luttenwang hat eine eigene Hausordnung bekommen. Das von Vize-Bürgermeister Johann Siebenhütter (CSU) erarbeitete Schriftstück wurde vom Gemeinderat abgesegnet.

Geregelt sind die Schlüsselorganisation, die Erteilung von Hausverboten, bauliche Veränderungen und Übernachtungen. Zudem sind im Luttenwanger Jugendcontainer Alkohol- und Drogenkonsum untersagt.

Der Container in Luttenwang war im Juli 2013 geschlossen worden, nachdem zu viele Feuerstellen zu nahe am Gebüsch angelegt worden waren und die Gefahr von Bränden zu groß geworden war. Durch die Hausordnung sollen solche Gefahrenquellen erst gar nicht mehr entstehen. Das Jugendschutzgesetz, das unter anderem den Biergenuss ab 16 Jahren erlaubt, kommt in Luttenwang nicht zur Anwendung. „In dem Container verkehren in der Regel sowieso nur Unter- 16-jährige“, erklärt Bürgermeister Michael Raith (CSU).

Bei dem Bauwagen, der in Nassenhausen auf dem Grundstück des Rathauschefes steht, orientiert man sich dagegen am Jugendschutzgesetz. Dennoch habe es laut Raith bis jetzt wenig Ärger gegeben. Lediglich vor zwei Monaten hatten auswärtige Jugendliche dort lautstark bis in die Nacht hinein eine Party gefeiert. „Die Burschen waren aber dann doch einsichtig. Die Polizei musste nicht gerufen werden“, so Raith.

In Nassenhausen, wo es ebenfalls einen Bauwagen gibt, ist zudem ein Vertreter aus der Elternschaft Ansprechpartner für alle Eltern und Vermittler zu den Jugendlichen. Daher forderte der Gemeinderat, dass sich Luttenwang ebenfalls regelmäßig ein Elternteil blicken lassen sollte.

Aus der Sicht von Raith ist es problematisch, dass es seit der Kommunalwahl nur noch einen Jugendreferenten gibt, nämlich Wolfgang Weigl (CSU). Vorher hatte jeder der drei Ortsteile (Adelshofen, Luttenwang, Nassenhausen) einen eigenen. „ Die kannten ihre Leute und waren schneller vor Ort, wenn etwas zu klären war“, so der Bürgermeister.

Eine weitere Besonderheit ist, dass es im Gemeindegebiet von Adelshofen gleich vier Anlaufstellen für Jugendliche gibt: je einen Bauwagen oder Container in den drei Ortsteilen sowie den Jugendtreff in der Adelshofener Mehrzweckhalle. (hk)

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