Luttenwanger Ortsdurchfahrt fertig – trotzdem wird weitergebaut

Luttenwang – Rund ein Jahr ist Luttenwang quasi eine einzige Großbaustelle gewesen. Doch nun ist der Ausbau der Ortsdurchfahrtsstraße beendet.

 Mehr als 930 000 Euro hat das Projekt insgesamt verschlungen. Die Kosten teilen sich Regierung, Landkreis, Gemeinde und das Amt für ländliche Entwicklung.

Auf einer Länge von 900 Metern wurde die Straße ausgebaut und erhielt in diesem Zuge auch einen Gehweg. „Über den gab es gar nicht so einheitliche Meinungen“, erinnerte sich Bürgermeister Michael Raith (CSU). Einige in der Gemeinde waren der Ansicht, ein Gehweg sei nicht nötig. „Letztlich haben wir aber eine zukunftsfähige Entscheidung dafür getroffen“, sagte der Rathauschef und zitierte ein altes Sprichwort, das nach wie vor seine Gültigkeit habe: „Eine Generation baut eine Straße, auf der die nächste Generation dann geht.“

Landrat Thomas Karmasin freute sich über die zusätzliche Verkehrssicherheit, die durch den Ausbau geschaffen wurde. „Möglich wurde das erst durch die Grundabtretungen der Eigentümer an der Straße“, betonte der Kreis-Chef. Insgesamt 363 Quadratmeter mussten diese dafür zur Verfügung stellen.

Die Regierung übernahm 415 000 Euro der Kosten. Mehr als die Hälfte der Ausgaben entfiel auf den Gehweg und die Seitenbereiche der Straße, für die die Gemeinde finanziell verantwortlich ist. Da diese Arbeiten im Rahmen der Dorferneuerung erledigt wurden, darf sich die Kommune aber über einen 50-prozentigen Zuschuss des Amtes für ländliche Entwicklung freuen.

Dessen Baudirektor Robert Schartl zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Die Gestaltung ist gut gelungen, der Ort hat ein wunderbares Gesicht bekommen.“

Die Dorferneuerung ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Am Tage der Einweihung der Ortsdurchfahrt waren die Bagger schon wieder tätig. Und zwar in der Angerstraße, die bis Ende Juli mitsamt dem Vorplatz und Biergarten des Gasthauses Frietinger umgestaltet wird. Bis dahin soll dann auch das Kriegerdenkmal und die Marienstele des Bildhauers Franz Hämmerle, die einen Platz auf dem Weg zur Kirche bekommen wird, stehen. andreas Daschner

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