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Wissen nicht nur sich selbst ins richtige Licht zu rücken (v.l.): Andreas Thierschmidt und Oliver Pauli haben auch die Stadt in Szene gesetzt. Sie drehten den sechs Minuten langen Image-Film über Bruck.

Wie der Streifen entstand

Die Macher des städtischen Image-Films

Fürstenfeldbruck - Fürstenfeldbruck ist jung und familienfreundlich, begeistert mit Kultur, Sport und Nachtleben – so zeigt der neue Image-Film die Stadt. Zwei junge Brucker haben ihn entworfen und dabei selbst Neues über die Heimat gelernt, die sie anderen näherbringen wollen.

Was macht für die Brucker den Charme ihrer Heimatstadt aus? Diese Frage war der Ausgangspunkt für den Imagefilm von Oliver Pauli und Andreas Thierschmidt (beide 24). Sie selbst sind hier aufgewachsen und haben sich von ihren Ideen zur Stadt und den Tipps der Einwohner inspirieren lassen. Vor der Kamera laden Brucker den Zuschauer auf eine Tour durch die Stadt ein – Innenstadt und Kloster, das Veranstaltungforum, Sport, Natur und Arbeit werden gezeigt. Dazu erzählen die Bürger, was sie an der Stadt schätzen. Schnell wird klar: Für jedes Alter und jede Lebenslage hat Fürstenfeldbruck etwas zu bieten.

Vom Konzept über den Dreh bis zum Schnitt und letzten Schliff ist alles gelungene Teamarbeit. „Wir haben einen ähnlichen Werdegang“, erklärt Andreas Thierschmidt, der mehrere Jahre zusammen mit Oliver Pauli das Rasso-Gymnasium besucht hat. Beide fotografierten schon als Jugendliche gerne und landeten beim Ausbildungs-Fernsehsender afk tv.

Von dort führte ihr Weg nach Amberg, wo sie Medientechnik und -Produktion studierten. Während des Studiums kamen die Filmer aber häufig nach Fürstenfeldbruck. Familie, Freunde und Hobbies binden sie an die Stadt. Als Tina Rodermund-Vogl von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Pauli anfragte, ob er einen Image-Film über die Stadt drehen könnte, sagte er sofort zu und holte Andreas Thierschmidt mit seiner Firma Priapan Media Video Produktion dazu. Von da an wurde an den Wochenenden gedreht, geschnitten und gefeilt. Bezahlt wurden die beiden auf Stundenbasis.

Zu viele Ideen auf einmal

Die größte Herausforderung stand schon zu Anfang an: Im Herbst 2014 machte sich das Team auf die Suche nach Merkmalen, die der Film vorstellen sollte. „Das war sehr schwierig, weil uns viel zu viel eingefallen ist“, sagt Oliver Pauli. Hinzu kamen die Ideen der Brucker, die sie interviewten. Besonders wichtig war den Filmern dabei, dass sie ihren Interviewpartnern offene Fragen stellen und keinen Einfluss auf die Antworten nehmen. Das hat laut Thierschmidt seinen guten Grund: „Wir wollten nicht, dass die Leute die Fragen schon kennen. Der Film soll seine Glaubwürdigkeit aus der Authentizität schöpfen, die die Aussagen haben.“

So nimmt das knapp sechseinhalbminütige Video den Zuschauer mit ins Leben der „engagierten Bruckerin und Mutter“ Katrin Marzin, die über die Kindergärten, die Amperoase und das Eisessen im Al Ponte spricht. „Ich bin mit Leib und Seele Bruckerin“, sagt sie und empfiehlt die Stadt an Zuzügler weiter. Auch Sandra Koch vom LiB-Mehrgenerationenhaus spricht sich für die Stadt aus, die für alle Lebensalter etwas zu biete habe. Sport, Umwelt, Bildung, Gewerbe – alle relevanten Themen werden abgedeckt und mit Bildern und Gitarrenmusik unterlegt.

„Die Zielgruppe sind Neubürger, aber auch alle anderen können den Film genießen“, sagt Thierschmidt. Von Zuschauern, die nicht mehr in Bruck leben, hat er bereits gehört, dass der Film ihnen Heimweh beschert hat. Auch Thierschmidt und Pauli haben durch den Dreh eine neue Sicht auf die Heimat bekommen. Wenn sie jetzt mit dem Ende ihres Studiums zurück nach Bruck kommen, sind auch sie ein Stückweit Neubürger, und sehen die Stadt mit anderen Augen.

Maria-Mercedes Hering

Hier gehts zum Image-Film der Stadt

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