Martin Runge warnt vor Verschlechterungen bei der S-Bahn.

S-Bahn & Sparkasse

Macht zweite Röhre den S 4-Ausbau unmöglich?

Nach den Beschlüssen zum Bahnknoten München warnt der Grünen-Kreisrat Martin Runge vor deren Folgen. Die zweite Stammstrecke werde den geplanten Ausbau der S 4 kannibalisieren und der zweite Tunnel werde Verschlechterungen bringen.

Fürstenfeldbruck – Die Finanzierung der zweiten Röhre in München werde so viel Geld verschlingen, dass für den Ausbau der S 4 am Westast nichts mehr übrig bleiben werde, rechnete Runge dieser Tage vor. In den Fördertöpfen des Bundes werde auf 20 Jahre hinaus für nichts anderes mehr Geld da sein – und auch die Landesmittel seien begrenzt.

Gleichzeitig treibt Runge, der sich für das Amt des OB in Bruck bewerben möchte, der künftige S-Bahnbetrieb mit zweiter Röhre um. Nach dem bisher bekannten Konzept werde es auf den meisten S-Bahnen ein 15-/30-Taktraster geben, überlagert auf einigen Außenästen von Express-Bahnen im 30-Minuten-Takt. Runge wundert sich, dass das Konzept für den Abend zu keinem Aufschrei führt. Es werde zu einer Taktausdünnung kommen, sodass S-Bahnen überall nur noch alle 30 halten würden. Runge fragt sich: „Warum dann 30 Minuten, wenn jetzt schon der 20-Minuten-Takt geht?“

Insgesamt kritisiert Runge auch die Abkehr vom einst viergleisig geplanten Ausbau. Ein drittes Gleis bringe nur eine Kapazitätsmehrung von 20 Prozent. Runge ist überzeugt: Der Beschluss zum Bahnknoten München, von der SPD im Landtag mitgetragen, sei unselig gewesen.

Runge fordert transparente Debatte über Sparkassenfusion

Die im Raum stehende mögliche Fusion der Sparkassen Bruck, Dachau und Landsberg solle im Kreistag (und auch im Brucker Stadtrat) intensiv und ergebnisoffen diskutiert werden. Das fordert Martin Runge (Grüne) in einem entsprechenden Antrag. Landkreis und Stadt sind je zur Hälfte Träger der Brucker Sparkasse. Runge ist daher überzeugt: „Ohne Zustimmung des Stadtrats und des Kreistags kann es keine Fusion geben.“ Alle Fakten seien auf den Tisch zu legen, Vor- und Nachteile müssten diskutiert werden. Außerdem verlangt Runge, dass der Kreistag in seiner nächsten Sitzung ausführlich über den Status Quo sowie über Gründe und Hintergründe für den Fusionsgedanken informiert wird. Bei der Fusion der drei Geldhäuser entstünde die viertgrößte Sparkasse Bayerns mit einer Bilanzsumme von rund acht Milliarden Euro. Runge erwartet sich unter anderem Debatten über möglicherweise nachträglich steigende Pensionsansprüche, über die Einkünfte der Vorstandsmitglieder, über Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen und über denkbare Ausschüttungen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SCF: Schlusspfiff mit Pleite auf ganzer Linie
Der SC Fürstenfeldbruck ist pleite. Die Vergangenheit hat den Verein eingeholt. Wie es mit dem einstmals glorreichen Fußballclub weitergeht, ist ungewiss. Auch sportlich …
SCF: Schlusspfiff mit Pleite auf ganzer Linie
Mehr soziale Gerechtigkeit
Elf Direktkandidaten aus verschiedenen Parteien treten bei der Bundestagswahl im September im Wahlkreis Bruck/Dachau an. Die Redaktion stellt sie in Steckbriefen vor. …
Mehr soziale Gerechtigkeit
Josef Magnus aus Puch
Yvonne Kellermann und Michael Rosenheimer aus Puch freuen sich über ihr drittes Kind. Nach Jakob (4) und Magdalena (2) erblickte kürzlich Josef Magnus im Brucker …
Josef Magnus aus Puch
So bekommt man eine günstige Wohnung
Wohnen in Germering ist sehr teuer. Daher hat die Stadt 15 Wohnungen in einer Anlage gekauft, die derzeit nahe des Harthauser Bahnhofs errichtet wird. Wer eine der …
So bekommt man eine günstige Wohnung

Kommentare