Mit Bannern, Fahnen und Trommeln erinnerten die Brucker an den Atombomben-Abwurf von Hiroshima. foto: voxbrunner

Mahnende Gedenkworte an Hiroshima

Fürstenfeldbruck - Mit dem Appell für eine Welt ohne Atomwaffen hat das Sozialforum Amper der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht.

Rund 40 Teilnehmer hatten sich am Niederbronnerplatz versammelt. Auf den Bannern standen Slogans wie „Hiroshima - Nagasaki - Fukushima: Atomwaffen ächten - Atomkraftwerke abschalten“, „Bombenrisiko Atomkraft“ oder „Atomwaffenfrei jetzt“. Ein Mobile mit weißen Friedenstauben und Kranichen schaukelte im Wind, Infomaterial, Fähnchen und Laternen standen bereit.

Trommler Reiner Dürr stimmte die Besucher nach dem Glockengeläut der nahen Kirche St. Magdalena mit den Klängen seiner Ocean Drum ein. Man sei nicht nur zum Gedenken zusammen gekommen, sondern auch um Unmut zu zeigen. Unmut über die in Büchel in der Eifel verbliebenen 20 Atomwaffen der USA, für die Deutschland mit den Tornado-Kampfflugzeugen das Trägersystem stellt. Der Tornado soll jetzt für 250 Millionen Euro modernisiert werden, um ihn bis 2024 einsatzbereit zu halten, beklagte Tansek.

Nach einer musikalischen Einlage der „RocKids“ machte sich der Demonstrationszug auf den Weg durch die Innenstadt zur Kneippinsel. Dort wurden Kerzen entzündet, Günther Wagenpfeil spielte auf der Gitarre. „Was gesagt werden musste, ist gesagt worden“, leitete der evangelische Pfarrer Niclas Willam-Singer zur Schweigeminute über. In das Gedenken schloss er neben den Toten von Hiroshima und Nagasaki auch die Opfer der „friedlichen“ Nutzung der Atomkraft in Tschernobyl, Fukushima und beim Uranabbau ein sowie die Verantwortlichen der Atomindustrie, dass sie sich ihrer schweren Verantwortung bewusst werden. (sr)

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