Feier am Vatertag

Maibaum-Klau: Die Auslöse steht

Mammendorf/Obermühlhausen: Jetzt wird gefeiert: Die Burschen aus Mammendorf und der Tennisclub Obermühlhausen haben sich nach dem Maibaumklau gütlich geeinigt.

Jetzt sind alle Unklarheiten beseitigt: Nachdem der Burschenverein Mammendorf (KBV) vor zwei Wochen den Obermühlhausener (Kreis Landsberg) Maibaum entwendet hatte, wird nun am Donnerstag gemeinsam gefeiert. Die Verhandlungen über die Auslöse sind gut verlaufen. „Wir haben uns friedlich geeinigt“, berichtet KBV-Schriftführer Rainer Giggenbach.

Auch die Gegenseite ist zufrieden. „Es ist eine gütliche und ausgelassene Einigkeit“, sagt Klaus Stedele vom zuständigen Skiclub Obermühlhausen. Dabei hatte der Baumklau zuerst für kontroverse Debatten gesorgt: Die Obermühlhausener wähnten ihren Baum sicher. Er lag in einer mit einem Schloss abgesicherten Lagerhalle.

Die Mammendorfer allerdings zwickten das Vorhängeschloss kurzerhand weg – und hängten nach vollbrachter Tat ein neues hin. Eigentlich, gaben die Obermühlhausener zu bedenken, sei Gewaltanwendung beim Baumklau verboten. Die Mammendorfer beklagten, dass es bei den heutzutage verwendeten Alarmanlagen und Bewegungsmeldern schwierige sei, überhaupt noch einen Maibaum zu stehlen – da müssten sie eben erfinderisch werden. Skiclub-Chef Stedele lobt die Mammendorfer. Zuerst hätten sie den Stamm eine Woche lange mustergültig bewacht, damit er nicht wieder gestohlen wird. Dann hätten sie den 26 Meter langen Baum zurück nach Obermühlhausen gebracht, sorgsam in Plastikfolie verpackt, damit er nicht nass wird. Am Vatertag sorgen die Obermühlhausener für Bier und Grillfleisch, die Mammendorfer kümmern sich im Gegenzug um die Beilagen. „Dass wir uns geeinigt haben und jetzt so eine schöne Feier begehen können, ist ja beinahe selbstverständlich“, sagt Skiclub-Chef Stedele. „In Bayern schlägt man sich wegen so etwas ja nicht die Köpfe ein."

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