Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

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Wird in Puchheim-Ort weiterhin, wie hier 2014, ein Maibaum aufgestellt?

Entscheidung fällt bald

Kommt die Maibaum-Allianz?

Puchheim - Hat der Maibaum in Puchheim-Ort eine Zukunft? Das entscheidet sich voraussichtlich am 10. Mai. Dann treffen sich die Vereine aus dem Dorf im Pfarrheim von Maria Himmelfahrt und werden unter anderem auch darüber beraten, ob und wer in Zukunft die Maibaum-Tradition im Stadtteil fortführt.

Die Ausgangslage vor der Vereinsversammlung ist klar: Das Maibaum-Aufstellen samt Feier musste heuer ausfallen, weil der Madl- und Burschenverein, der sich seit Jahrzehnten um den Brauch kümmert, nur noch auf dem Papier besteht und demnächst auch formal aufgelöst werden soll. Nun ist guter Rat im Ort teuer: Soll man das beliebte Fest begraben und künftig in Puchheim-Bahnhof feiern, wenn dort im zweijährigen Rhythmus der Baum aufgestellt wird? Oder arbeiten die Ortler Vereine zusammen, um den schönen Brauch auch im Dorf zu bewahren?

„Natürlich wäre es schade, wenn diese Tradition im Ort nicht mehr fortgeführt wird“, sagt Johann Aichner, Vorsitzender des Vereins für Kultur, Brauchtum und Heimatgeschichte, d’Buachhamer genannt. Andererseits müsse man eben einen Schlussstrich setzen, wenn dieser Brauch die Jugend und die Ortler mittleren Alters nicht mehr so interressiere, dass sich sich auch entsprechend dafür einsetzen.

Er stellt jedenfalls klar, dass seine Buachhamer das Maibaum-Aufstellen nicht stemmen können – und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. „Der Großteil unserer Mitglieder besteht aus Frauen oder älteren Herrschaften“, erläutert Aichner. „Sollen die sich etwa hinstellen und den Maibaum aufstellen?“ Zumal es mit dem Aufstellen allein ja nicht getan sei. So müsse man den Baum schälen, bemalen, bewachen und das dazugehörige Fest organisieren.

Zwei Optionen 

Für Johann Aichner gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Ortler Feuerwehr erklärt sich dazu bereit, in Zukunft das Maibaum-Aufstellen in die Hand zu nehmen oder es finden sich engagierte Ortler, die einen eigenen Maibaum-Verein gründen. „Jedenfalls braucht es junge Leut’“, betont Aichner. Er könne sich in diesem Zusammenhang auch vorstellen, darüber zu verhandeln, ob es künftig ein bemalter Maibaum sein muss oder man den Baum gar – wie vielerorts früher üblich – ungeschält aufstellt.

Daniel Wanner, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr von Puchheim-Ort und gleichzeitig Vorsitzender des Feuerwehrvereins, ist guten Mutes, dass die Vereine aus dem Dorf gemeinsam eine Lösung finden werden. Die Feuerwehr könne allerdings nicht zum alleinigen Maibaum-Retter werden, sagt er mit Nachdruck. Dazu hätten die Brandhelfer zu viele andere Aufgaben zu bewältigen. Seine Kameraden seien aber wie in den vergangenen Jahren bereit, mitzuhelfen – sei es beim Aufstellen, beim Lackieren oder bei der Maibaum-Wache.

Natürlich sei man der Verein im Dorf, der die meisten jungen Mitglieder aufweisen kann, gibt Wanner zu. Aber auch das Personal bei der Feuerwehr sei begrenzt und eben nicht unbegrenzt belastbar. „Um die Maibaum-Tradition zu retten“, findet Wanner, müssen alle zusammenhelfen."

sw

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