Auf dem alten Flugplatz haben die Abbrucharbeiten bereits begonnen.

Bebauungsplan soll vor Sommerpause beschlossen werden

Alter Flugplatz: Der Umbau hat begonnen

„Wir wissen jetzt endgültig, dass es so geht, wie wir uns das vorstellen“: Das sagt Maisachs Amtsleiter Peter Eberlein über die Konversion des alten Flugplatzes. Die Regierung von Oberbayern hat jüngst grünes Licht für die Umbaupläne gegeben. Mit der Südumfahrung könnte es im Herbst losgehen.

Maisach – Die Fachleute der Höheren Naturschutzbehörde innerhalb der Regierung von Oberbayern hatten sich in den vergangenen Monaten die Pläne ganz genau angesehen. Darin ist kurz gesagt festgehalten, was auf dem Nordteil des alten Flugplatzes entstehen soll (nämlich die Südumfahrung und ein Areal für den Trabrennsport) und wie die Rollbahnen und anderen Fluganlagen zugunsten der Natur zurückgebaut werden. Schließlich wurde der Gemeindeverwaltung mitgeteilt, dass sie ihren Weg weitergehen kann. Jetzt geht es darum, dass Maisach Stellung bezieht zu den eingegangenen Einwänden gegen den Plan. Die Regierung hat die von der Kommune vorgeschlagene Abwägung laut Eberlein im Großen und Ganzen für gut befunden. Nun wird diese von den Fachplanern der Gemeinde in die Unterlagen eingearbeitet.

„Das ist viel Arbeit“, sagt Eberlein, der das Projekt von Beginn an begleitet. „Aber es gibt keine Hürden, die uns nicht schlafen lassen würden.“ Es brauche keine neuen Gutachten – aber die Vielzahl der bisherigen Expertisen müsse jetzt „stimmig und ineinandergreifend“ dargestellt werden. Die von der Kommune beauftragten Büros würden nun alles „sauber abarbeiten“, sagt Eberlein: „Für den Fall, dass jemand gegen den Plan vorgeht, müssen wir gewappnet sein.“ In etwa vier Wochen beginne eine eingeschränkte Auslegung nur der zuletzt geänderten Teile des Bebauungsplans. Danach erfolgt die letzte Abwägung durch den Gemeinderat – und dann wird der Plan endgültig beschlossen. Noch vor der Sommerpause soll das geschehen. Laut Eberlein könnte im Herbst mit der Südumfahrung begonnen werden.

Abbrucharbeiten zugunsten der Natur

Auf dem Flugplatz haben die Abbrucharbeiten bereits begonnen – sowohl auf dem Teil, den die Gemeinde für die Umfahrung gekauft hat, als auch auf dem Areal, auf dem die Karl-Gruppe eine Trabrennbahn bauen soll. Bis Anfang März wurden ein Bunker und eine Halle abgerissen. Jetzt sind laut Naturschutzgesetz bis Oktober keine Eingriffe mehr erlaubt. Generell soll das Areal entsiegelt werden. Ziel ist eine zusammenhängende Grünfläche.

Zudem wurden Wäldchen so ausgedünnt und Areale so umgestaltet, dass sich geschützte Flora- und Fauna-Arten ausbreiten können. Zum Beispiel ist ein Habitat für die Zauneidechse entstanden. In verfüllte Gruben kann sie sich nun zurückziehen.

Jetzt ist das Gebiet wieder abgesperrt. Die Arbeiten dürfen erst im Oktober weitergehen – wenn die Brutsaison etwa der Feldlerche und die Nachwuchsaufzucht beendet ist.

Die Karl-Gruppe wird ab Oktober Rollwege und Straßen zurückbauen – auch wenn erst dann mit der Rennbahn begonnen werden soll, wenn der Traberverein dem Umzug nach Maisach zustimmt. „Das Gebiet im Norden wird eine schöne, große Wiese“, sagt Eberlein dazu.

von Helga Zagermann

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