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Im August soll der Hort an der Grundschule Gernlinden fertig sein. 50 Mädchen und Buben haben Platz.

An der Grundschule Gernlinden

Für den neuen Hort müssen noch mehr Bäume fallen

Die Bauarbeiten am neuen Hort an der Grundschule Gernlinden sind weit fortgeschritten. Jetzt ging es im Maisacher Gemeinderat um die Außenanlagen. Diskutiert wurde besonders über den Bodenbelag, ein Spielgerät und Bäume, die gefällt werden müssen.

Klar ist: Die großen Kiefern an der Ecke Busching-/Berlepschstraße bleiben stehen. Denn für den Neubau zwischen Schule und Turnhalle mussten schon vier Linden gefällt werden. Unter die Kiefern passt aber kein Spielgerät – wegen der Höhe und weil Fundamente die Wurzeln der Bäume schädigen könnten.

Andererseits sollen die Hortkinder ein Spielgerät in ihrem Garten haben: ein Kletternetz. Damit das Platz hat, müssen eine Blutpflaume (Stammdurchmesser etwa zehn Zentimeter) und eine Vogelkirsche (Stammdurchmesser 20 bis 25 Zentimeter) geopfert werden, wie die Landschaftsarchitektin dem Gemeinderat erklärte. Das sei mit dem Umweltbeauftragten der Gemeinde abgestimmt.

Dritte Bürgermeisterin Waltraut Wellenstein (SPD) forderte eine Ersatzpflanzung für die Vogelkirsche – das wurde dann auch im Beschluss festgehalten. Ob der neue Baum im Hortgarten oder im Pausenhof gepflanzt wird, sollen die Fachleute entscheiden. Peter Aust (Unabhängige Bürger) stimmte trotzdem als einziger gegen die Gartengestaltung. „Wir brauchen dort Schatten, nicht noch ein Spielgerät. Im Schulhof gibt es genug Spielgeräte. Und dort ist es im Sommer brütend heiß, weil eben die Bäume fehlen.“ Gabriele Rappenglitz (CSU) fand aber das Spielgerät wichtiger als den Baum: „Wir müssen da eine vernünftige Außenanlage bauen.“

Ric Unteutsch (SPD) konnte sich dagegen nicht mit dem Sand unter dem Kletternetz anfreunden: „Spielen Sechs- bis Zehnjährige noch mit Sand?“ Die Landschaftsarchitektin hatte geplant, den Bereich mit Holzhäcksel aufzuschütten. Doch die Hortverantwortlichen wünschen sich Sand, und auch im Gemeinderat wurde bestätigt, dass die Grundschüler sehr wohl gerne dort spielen.

Mit der Zustimmung zum Hort-Außenbereich sind die Planungen aber noch nicht beendet. Auf Wunsch der Rektorin wird nun auch noch der Schulhof einbezogen. Auch die Wünsche der Verantwortlichen der Mittagsbetreuung werden abgefragt. Im Pausenhof will man entsiegeln und mehr Bäume pflanzen. Und im Hortgarten müssen noch zwei weitere Spielgeräte untergebracht werden. 

von Helga Zagermann

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