Egenhofens Bürgermeister stellt geplante Investitionen vor

3,4 Millionen Euro für Maisacher Mittelschule

Die Mittelschule Maisach steht vor großen Aufgaben. Das war die Hauptbotschaft, die Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele (BGE) seinem Gemeinderat beim ersten Treffen im neuen Jahr vermittelte. Es seien „erhebliche Investitionen notwendig.“ Insgesamt rund 3,4 Millionen in den kommenden Jahren.

Maisach/Egenhofen – Allein für die Einfeldturnhalle, die heuer vom Landkreis erworben werden soll, kalkuliert der Mittelschulverband Maisach mit Kosten von 1,66 Millionen Euro. Weitere 43 000 Euro werden für diverse Anschaffungen benötigt. Zur Finanzierung muss der Mittelschulverband Kredite aufnehmen. Der Löwenanteil von einer Million Euro kommt von der Gemeinde Maisach, den Rest leiht die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) der Schule.

Immer weniger Schüler in Egenhofen

Nefele (BGE) schätzt, dass weitere 1,7 Millionen Euro in den Siebziger-Jahre-Bau gesteckt werden müssen, zum Beispiel in die Heizung, das Dach oder die Fassaden. „Hoffentlich nicht in alles in diesem Jahr“, sagte der Egenhofener Rathauschef. Nefele ist mittlerweile der einzige Vertreter der Flächengemeinde im gemeinsamen Schulverband mit Maisach, da die Egenhofener Schülerzahlen seit Jahren rückläufig sind – heuer gehen nur 36 Schüler aus dem Gemeindegebiet in die Lehranstalt (2017: 39, 2011: 57). Die Maisacher Schülerzahlen bleiben indes seit Jahren ziemlich konstant: 2011 waren es 136, im vorigen Jahr 128, heuer sind es 134 Jugendliche, die die Mittelschule besuchen. Nefele führt das auf den stärkeren Zuzug in die Nachbarkommune zurück. Dagegen wächst die Zahl der Gastschüler beständig: Von gerade einmal sechs Auswärtigen im Jahr 2011 ist deren Zahl auf insgesamt 72 im laufenden Jahr gestiegen (2017: 71).

Konzept attraktiv für das Umland

Der Grund: das erfolgreiche 9+2-Konzept, bei dem Schüler mit Quali die Mittlere Reife erwerben können, und das Ganztagesangebot. „Damit erhalten auch Schüler, die einmal gestrauchelt sind, eine Chance“, lobte Nefele. „Das finde ich gut.“ Die Interessenten kämen von überall her, so der Bürgermeister weiter – aus Olching, aus Bruck oder auch aus dem Brucker Umland. Die Gesamtschülerzahl liegt nun bei 242 (2011: 199, 2017: 239). „Wir können die Klassenzimmer belegen und haben Einnahmen“, erklärte Nefele.

Denn für jeden Gastschüler muss die Heimatgemeinde 1500 Euro an den Maisacher Schulverband löhnen. Egenhofen trägt 101 000 Euro zum Haushalt des Schulverbands bei, Maisach 376 000 Euro – Beiträge, die sich aus dem Anteil an den Schülerzahlen errechnen.

von Horst Kramer

Rubriklistenbild: © dpa

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