Hans Seidl glaubt nicht, dass bald eine Trabrennbahn entsteht.

Verträge mit Privateigentümern geschlossen

Alles läuft nach Plan bei der Südumfahrung

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Die Bauarbeiten für die Südumfahrung am alten Flugplatz können nach Plan weitergehen: Die Gemeinde Maisach hat inzwischen die nötigen Verträge mit den privaten Grundeigentümern geschlossen.

Maisach – „Wir haben einen Weg zueinander gefunden“, berichtet Bürgermeister Hans Seidl (CSU) von den schwierigen (und geheimen) Verhandlungen. So konnte vermieden werden, dass die Sache in einer Besitzeinweisung oder gar Enteignung endet. Keiner der Verhandlungspartner sei begeistert von dem erzielten Ergebnis. „Aber bei allen herrscht eine gewisse Zufriedenheit.“ Soll wohl heißen: Die Gemeinde musste für den Grund, den sie im Westen für die Umfahrung an sich und den Anschluss an die Staatsstraße 2054 braucht, mehr zahlen, als geplant gewesen war; die Eigentümer haben aber auch nicht so viel Ablöse bekommen, wie sie eigentlich wollten.

„Uns ist es um die Auswirkungen künftiger Grundstücksverhandlungen gegangen“, sagt Seidl. Die Kommune wollte keine astronomischen Preise zahlen, weil sie immer mal wieder Land kaufen muss und dabei an den zuletzt entrichteten Preisen gemessen wird.

Mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) liegt schon lange eine Einigung vor. Der Preis für die Flächen, die Maisach für die Umfahrung ankauft, ist fix. Trotzdem sind die Verträge mit der Bima noch nicht unterschrieben. Das liegt aber laut Seidl nur an den langen Verwaltungswegen. Probleme werde es hier nicht geben.

Für den Nordteil des alten Flugplatzes sind zwei Planungen wichtig: die Umfahrung und die Trabrennbahn. Doch was ist mit den Trabern – kommen sie oder nicht?

Der Bürgermeister sagt dazu, dass alles vorbereitet sei für die Sportstätte. Die Karl-Gruppe, der das Gelände gehört und die die Rennbahn bauen würde, stehe bereit. „Und es gibt keine Verträge, die gegen eine Ansiedlung der Traber südlich von Maisach sprechen. Im Gegenteil, die Verträge sprechen dafür“, betont Seidl. Allerdings deuteten die Aktivitäten und Äußerungen seitens des Münchner Trabrennbahn-Vereins nicht auf einen Umzug von Daglfing nach Maisach hin. Derzeit rechne niemand mit dem zeitnahen Bau einer Rennbahn auf Fursty. Dazu müssten schon klare Signale von dem Verein kommen.

Der Plan B für das Traber-Areal ist lange bekannt: Wohnbebauung. Der Rathauschef betont aber, dass das ein sehr weiter Blick in die Zukunft sei: „Wir reden hier von Jahrzehnten. Das ist eine Potenzialfläche für die nächsten Generationen.“ Maisach entwickele sich im Moment rasant. Schon jetzt sei es eine große Herausforderung, alle Projekte zu stemmen – auch ohne einen ganz neuen Gemeindeteil im Süden entstehen zu lassen. Zudem sei die Lücke vom jetzigen Ortsrand bis zum Traberareal groß; zuerst müsste diese Lücke geschlossen werden.

Ängste vor einem möglichen neuen Gewerbegebiet zerstreut Seidl: „Solange ich mit Politik zu tun habe, entsteht auf dem Areal kein Gewerbe.“ Dafür seien die Flächen in östlicher Verlängerung der Feldstraße und südlich der Bahnlinie zu kostbar. Das Areal sei eine gute Wertanlage – für die Karl-Gruppe und für die Gemeinde.

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