+
Das Feuerwehrhaus Malching muss dringend erweitert und umgebaut werden. 

Neue Fahrzeuge, Umbau

Bedarfsplan der Feuerwehr: Maisach will kräftig investieren

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
    schließen

Der Feuerwehrbedarfsplan für Maisach liegt vor. Das Werk sieht auf den ersten Blick wenig spannend aus, enthält aber einige Überraschungen. Zudem ist nun klar: Die Gemeinde muss in der nächsten Zeit sehr viel Geld investieren.

Maisach – Nach langen Diskussionen und einem abschließenden Workshop aller Beteiligten ist nun der erste Feuerwehrbedarfsplan für Maisach im Gemeinderat vorgestellt worden. Er gilt die nächsten fünf Jahre und gibt vor, was die Gemeinde wo investieren muss. So brauchen die Feuerwehren Maisach und Germerswang heuer ein neues Fahrzeug. Nächstes Jahr muss dann für Maisach das Drehleiterfahrzeug ersetzt werden (800 000 Euro). Es steht der Umbau der Wache in Überacker an (rund 400 000 Euro). Zudem sollen die Wehren von Malching und Germerswang künftig enger zusammenarbeiten. Und schließlich wird die Stelle für einen feuerwehrtechnischen Angestellten ausgeschrieben: Er soll alle sechs Wehren unterstützen.

Als Ausgangspunkt hatte eine Firma errechnet, ob alle Feuerwehren in der vorgegebenen Zehn-Minuten-Frist am Einsatzort sind. Für die Maisacher Feuerwehr liegt der sogenannte Zielerreichungsgrad bei 86 Prozent – in Gernlinden bei 91 Prozent. Die anderen vier Wehren hatten zu wenige Einsätze, als dass eine belastbare Zahl genannt werden könnte.

Alarmierung verbessern

Probleme gibt es, wenn als zweiter Rettungsweg die Drehleiter in Gernlinden gebraucht wird: Das entsprechende Fahrzeug steht in Maisach, bis es in Gernlinden ist, vergehen durchschnittlich elf Minuten. Die Hilfsfrist wird also um eine Minute überschritten. Um hier Abhilfe zu schaffen, soll die Alarmierung weiter verbessert werden. Zudem werden die Gernlindener eine Schiebleiter bekommen.

Ein weiteres Problem ist, dass die Wehren Malching und Germerswang kein wasserführendes Fahrzeug haben. Daher soll, um auch im Westen der Großgemeinde gut einsatzfähig zu sein, die Feuerwehr Germerswang ein solches Fahrzeug (Kostenpunkt: rund 300 000 Euro) erhalten und es in Zusammenarbeit mit den Malchinger Kollegen einsetzen. So sollen die beiden Wehren bei Besatzung und Atemschutzträgern kooperieren. Das Tanklöschfahrzeug für die Maisacher Wehr, das ebenfalls heuer bestellt wird, kostet übrigens 400 000 Euro.

Als nächstes Überacker

Bei den Feuerwehrhäusern ist als nächstes das in Überacker dran. Der Umbau (unter anderem eine Erweiterung des Aufenthaltsraums, WCs und Umkleiden für Frauen) kostet geschätzt 400 000 Euro. Zudem werden im Jahr 2021 Planungskosten für den Umbau der Rottbacher Wache fällig. Das Feuerwehrhaus in Malching aus den 1950er-Jahren muss komplett neu gebaut werden. Dafür muss ein anderer Standort gefunden werden.

Der hauptamtliche Feuerwehrdienstleiter, Angestellter der Gemeinde, soll die Ehrenamtlichen entlasten. Zum Beispiel bei Wartung und Reinigung von Gerätschaften. Wo er genau untergebracht wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass für seine Arbeit eine Ersatzschlauchwaschanlage her muss. Das wird im nächsten Jahr rund 100 000 Euro kosten.

Feuerwehrreferent Leonhard Hainzinger (CSU) lobte im Gemeinderat den Bedarfsplan. Es sei viel Arbeit gewesen, alles unter einen Hut zu bringen. Nun müsse man den Plan alle fünf Jahre fortschreiben. Zu den anstehenden Investitionen sagte er: „Die Gemeinde steht vor großen Aufgaben.“ Der Gemeinderat stimmte dem Plan geschlossen zu.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Corona-Lage in Bayern spitzt sich zu: Immer mehr Schüler in Quarantäne - ganze Klassen vom Unterricht ausgeschlossen
Corona-Lage in Bayern spitzt sich zu: Immer mehr Schüler in Quarantäne - ganze Klassen vom Unterricht ausgeschlossen
Coronavirus in FFB: Kindergartengruppe geschlossen - außerdem müssen Grundschüler daheim bleiben
Coronavirus in FFB: Kindergartengruppe geschlossen - außerdem müssen Grundschüler daheim bleiben

Kommentare