1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck
  4. Maisach

Bei Malching: Telekom beharrt auf 30-Meter-Funkmast

Erstellt:

Von: Helga Zagermann

Kommentare

null

Zwischen Malching und Germerswang will die Telekom einen 30 Meter hohen Mobilfunkmast errichten. Nachdem das Vorhaben im Juli Entsetzen im Maisacher Gemeinderat ausgelöst hatte, informierte nun ein Konzernvertreter über die Hintergründe.

Maisach – Die Telekom habe den Auftrag, den Mobilfunkempfang entlang der Bahnstrecke zu verbessern, erklärte Frank-Peter Käßler. Derzeit klaffe im Bereich zwischen Malching und Germerswang eine große Lücke. Und auch in den beiden Ortsteilen ist das Netz schlecht. Man brauche einen flächendeckenden Empfang und möglichst hohe Übertragungsraten, sagte der Konzern-Vertreter. Der Bedarf steige, schon heute habe jeder „durchschnittlich 1,6 mobile Endgeräte“. Künftig brauche man noch mehr Standorte und geringere Abstände zwischen den Masten.

Zudem seien die Masten nicht beliebig platzierbar. Aus technischen Gründen sei nur ein Standort an der Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen tauglich: an der Keltenstraße nahe der Hundeschule. Und der Mast müsse 30 Meter hoch sein, um die Bahnlinie und die beiden Ortsteile abzudecken.

Käßler betonte, es gehe der Telekom nicht nur um die Bahnstrecke, sondern auch um Verbesserungen in den beiden Ortsteilen. Mit dem geplanten Mast könne man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

So geht es in Rottbach weiter

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats stand nur die Information des Gemeinderats. Ein Beschluss musste nicht gefasst werden. Demnächst soll aber der Bauantrag der Deutschen Funkturm GmbH, einer Tochter der Telekom, im Rathaus eingehen. Bis dahin will die Gemeindeverwaltung eine Infoveranstaltung für die Bürger von Malching und Germerswang auf die Beine stellen. Sie soll im Januar oder Februar stattfinden. Die Kommunalpolitiker wollen die Meinung der Betroffenen hören, bevor sie etwas entscheiden.

Eine solche Veranstaltung gab es bereits für Rottbach und Überacker, wo der Empfang noch schlechter ist. Damals hatten sich die Bürger mehrheitlich für einen Ausbau des Netzes ausgesprochen, der Gemeinderat folgte dem.

Telekom-Vertreter Käßler wurde im Gemeinderat deshalb auch zu diesen beiden Ortsteilen befragt. Er berichtete, dass der bestehende Mast am Kühberg bei Überacker zur Verbesserung des Netzes von zehn auf 20 Meter erhöht werden soll. Eine Verbesserung für Rottbach ist ebenfalls in Sicht. Die Telekom hatte sich wie berichtet dazu bereit erklärt, den auf einem Feld bei Oberlappach stehenden Mast für Behördenfunk zum Mobilfunkmast auszubauen. Käßler sagte, es laufen gerade Verhandlungen mit der zuständigen Stelle des Innenministeriums. Es sei immer schwierig, Masten für BOS-Funk, der von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst genutzt wird, zum Mobilfunkmast auszubauen.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) ergänzte, dass der Eigentümer der Fläche auf dem Kühberg der Erhöhung und Vertragsverlängerung zugestimmt habe. Auch der Acker-Eigentümer bei Oberlappach sei einverstanden.

Auch interessant

Kommentare