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Wer in Maisach ein Osterfeuer anmeldet, muss dafür garantieren, dass bis zum Ablöschen eine Feuerwache vor Ort ist.

Zu viele Veranstalter und Regelverstösse

Brandgefährlich: Maisach will Osterfeuer einschränken

Niemand bewacht den Brandhaufen, es wird verbotenes Material verheizt und um Brauchtum geht es nur am Rande: Nach massiven Problemen in diesem Jahr will die Gemeinde Maisach die Osterfeuer künftig einschränken.

Maisach– Bisher gab es in der Großgemeinde zwölf Osterfeuer. Heuer kamen plötzlich noch drei hinzu. Jetzt wird es Bürgermeister Hans Seidl (CSU) und der Rathausverwaltung zu viel. Daher lag dem Gemeinderat der Vorschlag vor, dass künftig nur noch diejenigen Feuer genehmigt werden, die seit mindestens fünf Jahren stattfinden. Es sollen also keine weiteren mehr dazu kommen und die drei neuen von heuer nicht mehr wiederholt werden dürfen.

Daran entzündete sich eine längere Diskussion im Gemeinderat. Einige Gremiumsmitglieder waren gegen diese strikte Regelung. Doch Seidl hatte einige Argumente dafür. Ein Feuer sei dieses Jahr die ganze Nacht hindurch gänzlich unbewacht gewesen, sagte er. Ein anderes sei zwar äußerlich durch eine Umrandung geschützt worden – aber eine Feueraufsicht gab es auch hier nicht. „Das ist einfach zu gefährlich“, sagte der Bürgermeister. Zumal alle Veranstalter unterschreiben müssen, dass sie sich an alle Regeln halten. Dazu zählt die lückenlose Feuerwache bis zum Ablöschen. Aber auch, dass nur trockenes, unbehandeltes Schnittholz von Bäumen und Büschen verbrannt werden darf – keine Paletten, kein Sperrmüll, keine anderen Gartenabfälle. Auch daran hatten sich einige Veranstalter nicht gehalten.

Zudem darf der Haufen erst am Karsamstag aufgetürmt werden – nicht schon Tage vorher. Am Volksfestplatz war das Material wohl sogar schon seit Januar gesammelt worden. Gefahr ist dann, dass Kleintiere wie Hasen und Vögel dort Unterschlupf finden – und schließlich mit verbrannt werden.

„Das hat nichts mehr mit Tradition zu tun“, sagte Seidl ganz allgemein. „Es soll doch bei einem Osterfeuer um die Gemeinschaftspflege gehen. Das ist keine Veranstaltung, um etwas zu entsorgen.“

Man einigte sich darauf, dass nur langjährige Veranstalter 2018 wieder ein Osterfeuer machen dürfen. Mit den drei neuen Organisatoren wird gesprochen: Sie sollen sich bei anderen Feuern anschließen. Sobald ein Verstoß gegen die Regeln festgestellt wird, erhält derjenige Veranstalter keine Genehmigung mehr. Auch dafür votierte der Gemeinderat einstimmig.

Im Hauptort Maisach gab’s heuer fünf Feuer (zwei davon neu), in Gernlinden-Ost vier (ein neues). In den anderen Ortsteilen klappt es wohl. Es gibt je eine Veranstaltung in Malching, Frauenberg, Germerswang, Unterlappach – und zwei in Überacker. (zag)

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