Michael Schweinbergerleitet die Brauereiin Maisach.

Sommerfrage

Der Brauerei-Leiter verzichtet auf einen Schuss Bier ins Grillgut

Michael Schweinberger (54) ist Geschäftsführer der Brauerei Maisach. Trotzdem verzichtet er beim Grillen auf einen Schuss Bier zur Geschmacksverfeinerung.

Herr Schweinberger, nicht selten sind Bier-Liebhaber auch passionierte Griller. Trifft das auch auf Sie zu?

Michael Schweinberger: Ja klar, das trifft auch auf mich zu.

-Wie darf man sich einen typischen Schweinberger-Grillabend vorstellen: Große Party oder spontan im kleinen Kreis nach Feierabend?

Michael Schweinberger: Eine Grillparty muss es nicht unbedingt sein. Es ist aber so, dass wir in Wolfratshausen in einem umgebauten Bauernhof mit vielen anderen Parteien leben. Wir haben die Parterre-Wohnung mit Garten. Da braucht man keine Party anzukündigen und es kommen trotzdem viele zusammen. Spontan ist das dann aber nicht. Ich plane schon, wie viel ich einkaufen muss.

-Grillen Sie nur im Sommer oder auch im Winter?

Michael Schweinberger: Schon eher im Sommer. Wintergrillpartys hab’ ich zwar auch schon besucht. Selber habe ich das allerdings noch nie gemacht.

-Wie halten Sie es mit der Arbeitsteilung beim Grillen. Wer grillt und wer ist für die Beilagen zuständig?

Michael Schweinberger: Ich bin zuhause der Koch. Das heißt, alles was in unserem Haushalt mit Nahrung zu tun hat, vom Einkaufen bis zum Servieren, fällt in meine Zuständigkeit. Meine Frau übernimmt andere Aufgaben im Haushalt.

-Den Abwasch übernehmen auch Sie?

Michael Schweinberger: Auch das mache ich. Wobei es freilich schon so ist, dass man sich gegenseitig zur Hand geht.

-Gas- oder Holzkohle-Grill?

Michael Schweinberger: Auf jeden Fall Gasgrill. Einen Holzkohlengrill hatte ich noch nie und würde ihn auch nicht wollen. Mit dem Gasgrill hat man einfach mehr Möglichkeiten. Und es kann im Gegensatz zur Holzkohle sofort losgehen.

-Und was kommt bei Familie Schweinberger auf den Gasgrill?

Michael Schweinberger: Ach da kommt ganz viel drauf. Sehr gerne zum Beispiel Fisch, den wir in speziellen Fischformen zum Zuklappen grillen. Ansonsten mögen meine Tochter und ich sehr gerne Halsgrat, Würstl, Salsiccia zum Beispiel, Hähnchen, Rind, auch Champignons mit Käsefüllung. Wenn sie mich nach einem Lieblings-Grillgericht fragen, würde ich vielleicht das Filetsteak vom Rind nehmen. Das muss dann aber unbedingt innen noch rosa und saftig sein. Da prüfe ich beim Grillen auch schon mal die Fleischtemparatur mit dem Thermometer.

-Können Sie sich an ein ganz besonderes Grill-Erlebnis erinnern?

Michael Schweinberger: Ich habe das Glück, dass meine Grillabende alle konstant schön sind. Wobei, ein Erlebnis fällt mir da schon ein: Einmal kaufte ich auf dem Markt kleine rote Chillies in der Meinung, es wären Paprikas. Meine Tochter hat sie geschnitten und sich dabei aus Versehen ins Auge gefasst. Das war sehr schmerzhaft. Die Jungs witzelten noch, es wäre gar nicht so scharf. Die sind aber dann auch ganz schön ins Schwitzen gekommen.

-Herr Schweinberger, nun kann man Bier ja nicht nur trinken, sondern es auch verkochen. Haben sie denn zum Schluss noch einen Tipp zum Grillen mit Bier?

Michael Schweinberger: Nein, mit Bier grill’ ich eigentlich nicht. Wenn das Bier verkocht, dann kommt der Hopfen so stark raus und dann wird’s zu bitter. Für eine gute Marinade verwende ich ansonsten aber beinahe alles, was mir in die Hände kommt: Sojasoße, Öl, Essig, Ketchup, Gewürze. Gerne mag ich auch fernöstlich, süßsaure Marinaden.

Das Gespräch führte

Johannes Thalmayr

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