Es grünt so grün auf den Sheltern. Bald sollen hier Autos von BMW fahren.  Foto: archiv
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BMW verlässt das frühere Fliegerhorst-Gelände

Zum Aus von BMW auf dem früheren Fliegerhorst

Kommentar: Das Maisacher Konzept hat seinen Zweck erfüllt - es ist Geschichte

  • Thomas Steinhardt
    VonThomas Steinhardt
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Die Driving-Academy von BMW wird den Standort auf dem früheren Fursty-Gelände bei Maisach verlassen. Ein Kommentar.

Vor Jahren ging es darum, die Zivilflieger vom Maisacher Fursty-Areal zu vertreiben und die Schaffung eines Landeplatzes für die allgemeine Luftfahrt mit kleineren Flugzeugen zu verhindern. Um dies möglich zu machen, brauchte die Gemeinde Maisach ein Konzept, das zudem geeignet schien (aber nie war), den Eingriff in den strengen Naturschutz (FFH) auf dem Areal zu rechtfertigen.

Dieses Konzept bestand aus der Ansiedlung von BMW, den Trabern, zeitweise einer Sportanlage und der Fahrsicherheitsanlage für die Polizei. Von diesem Anti-Flieger-Konzept ist nach dem Ende der Traber-Phantasien und mit dem Aus für BMW praktisch nichts mehr übrig: Das Maisacher Fursty-Konzept ist zerstoben wie Staub, der sich in der Luft verwirbelt.

Eine Rückkehr der Flieger ist trotzdem freilich ausgeschlossen – so betrachtet hat das Konzept seinen Zweck erfüllt, es kann in aller Ruhe zu Grabe getragen werden, vielleicht mit einem der Historie geschuldeten Ehrenschleifchen am Sarg. Insgesamt wird in der Region der Driving Academy allerdings wahrscheinlich kaum jemand eine Träne nachweinen. Maisach signalisiert seit längerem, dass BMW nicht wirklich mehr erwünscht ist. Und auf Brucker Seite, wo man ja einen neuen Stadtteil entwickeln will, wird man sich sogar freuen. Quietschende Reifen in Hörweite der geplanten Mustersiedlung wären sicher nicht so schick gewesen. Was passiert aber nun mit dem Gelände auf Maisacher Flur? Vielleicht wird man sich am Ende über einen FFH-Park freuen dürfen, in dem Eidechsen, Hasen, Rehe, Orchideen und Magerrasen-Landschaften einer blühenden Zukunft entgegen sehen können.

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