S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

Anfrage der Togohilfe

Debatte um ein Musterhaus

Maisach – Die Togohilfe hat die Gemeinde gebeten, ein Grundstück für die Aufstellung eines Low-Cost-Musterhauses zur Verfügung zu stellen. Doch der Gemeinderat sagt zumindest vorerst nein.

Das Gremium will mehr über die Hintergründe wissen – aus Angst davor, kostenlos Werbung für eine Firma zu machen.

Low-Cost-Häuser sind Gebäude in Leichtbauweise, die im Kampf gegen den Wohnungsnotstand helfen sollen, zum Beispiel in Ländern der Dritten Welt, aber auch im Fall der Flüchtlingsunterbringung. Die Faserplatten der Häuser werden aus Abfallprodukten der Landwirtschaft hergestellt. Es wird damit geworben, dass sie nicht nur günstig, sondern auch leicht aufstellbar und langlebig sind sowie gute Dämmung bieten.

Eine Firma aus München möchte nun ein Musterhaus für ein Jahr in Maisach aufstellen und sucht dazu ein geeignetes Grundstück, das preisgünstig zu pachten ist. Die Gemeindeverwaltung schlug vor, ein solches Haus neben dem alten Wertstoffhof zu platzieren. Bedingungen wären gewesen, dass es dort nur für zwei Jahre steht, dass der Gemeinde keine Kosten entstehen, dass sie nicht für die Wegesicherung zuständig ist und das Haus nach zwei Jahren geschenkt bekommt.

Norman Dombo (SPD) wandte ein, dass es sicher mehrere Anbieter solcher Häuser gebe, warum genau dieser einen Platz bekomme? Ursula Gessner (Grüne) betonte, dass die Bauten in China und Indien produziert würden: „Da kann ich nicht zustimmen. Das sind Baracken.“ Gottfried Obermair (FW) machte seine Kritik ganz kurz: „Wozu?“ Ihm war nicht klar, weshalb Maisach ein solches Haus aufstellen sollte. Das Unternehmen verfolge wohl keinen sozialen Zweck, sondern nur einen gewerblichen.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) sagte, die Firma wolle damit Investoren begeistern. Er bot an, Margret Kopp, die Chefin der Togohilfe, in die nächste Gemeinderatssitzung einzuladen. Sie soll die Hintergründe erläutern.  

zag

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Judenmörder“: Die dunkle Vergangenheit der Brucker Polizeischule
Kaum jemand wusste über die dunkle NS-Vergangenheit der Polizeischule in Fürstenfeldbruck Bescheid - bis der Gröbenzeller Historiker Sven Deppisch (35) mit seiner …
„Judenmörder“: Die dunkle Vergangenheit der Brucker Polizeischule
Jugendliche prügeln Mann (63) aus der S3 - mutige Zeugin macht Handyfotos
Am Dienstagabend kam es in einer S3 am Hauptbahnhof zu einer brutalen Tat. Mehrere Jugendliche attackierten einen 63-Jährigen.
Jugendliche prügeln Mann (63) aus der S3 - mutige Zeugin macht Handyfotos
Proteststürme auf der Johannishöhe
Ein erster Vorentwurf für den Straßenausbau der Johannishöhe liegt auf dem Tisch. Der sieht einen Gehweg auf ganzer Länge und eine fünf Meter breite Straße vor. Im …
Proteststürme auf der Johannishöhe
Zwei Wortmeldungen, dann war’s schon vorbei
Entweder sie haben sich noch nicht vom Schock über die Kosten der Wassernetzsanierung erholt. Oder aber die Allinger sind trotz allem ganz zufrieden mit ihrer Gemeinde. …
Zwei Wortmeldungen, dann war’s schon vorbei

Kommentare