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Fertig gesprayt: die Künstler Benjamin Knuth und Philipp Kurz, Dritte Bürgermeisterin Waltraud Well enstein, Lehrerin Jasmin Hornung, Vize-Bürgermeister Roland Müller und Lehrerin Angelika Schäfer.  

S-Bahn-Unterführung 

Diese Sprayer mag die Polizei

Schmierereien auf der Ostseite, Kunst auf der Westseite: Die Maisacher S-Bahn-Unterführung ist zum Teil verschönert worden. Das Projekt, bei dem Sprayer mit Grundschülern für eine kreativ gestaltete Wand gesorgt haben, war so erfolgreich, dass es fortgesetzt werden soll.

MaisachDas Graffiti-Kunstwerk ist nun vollendet. Die Idee war: Wenn schon in der Unterführung gesprayt wird, dann lieber professionell. Die drei Künstler Philipp Kurz, Benjamin Knuth und Gerald Jägerl, die auch schon die Unterführung in Neu-Esting (Stadt Olching) gestaltet hatten, haben eine der Wände in ein buntes Kunstwerk verwandelt. Auch Amateure durften mithelfen: Im Rahmen einer Kunst-Projektwoche gestalteten Viertklässler der Grundschule Maisach ebenfalls einen Teil.

Die Verschönerung der Unterführung, so Sprayer Benjamin Knuth, sei bei Passanten gut angekommen – auch wenn legales Sprayen natürlich ungewöhnlich sei. „Es gab auch Missverständnisse mit der Polizei“, erzählt Knuth. „Aber wir konnten die Polizisten schnell über unsere Arbeit aufklären.“

Der Förderverein der Schule bezuschusste die Projektwoche – die Kosten für die ganze Gestaltung aber trug die Gemeinde. Etwa 10 000 Euro fielen für die Vorbehandlung des Untergrunds, für Material und für den Lohn der Künstler an. Außerdem kam die Gemeinde für eine Versiegelung der Graffiti auf. Mit dieser soll verhindert werden, dass die Wand wieder von Schmierern verunstaltet wird. Vize-Bürgermeister Roland Müller (CSU) geht nicht davon aus, dass großer Pflegeaufwand betrieben werden muss. „Die Gemeinde steht jedoch in der Unterhaltspflicht und wird sich um die Erhaltung des Kunstwerks kümmern, falls es beschädigt wird.“

Die fertige Arbeit hat das Thema „Kulturelle Vielfalt“. Neben einem Radfahrer ist in verschiedenen Schriften, Farben und Sprachen das Wort „Willkommen“ zu lesen. Künstler Philipp Kurz erklärt: „Wir haben pro Sprache ein eigenes Feld und eine individuelle Schrift gewählt, um den Charakter der jeweiligen Kultur zu zeigen. Gleichzeitig gibt es aber auch Übergänge.“ Um Übergänge geht es auch beim Beitrag der Kinder – ihr Thema war „Von der Natur in die Zivilisation“.

An der Ostseite der Unterführung befinden sich noch Schmierereien. Aber auch dort soll verschönert werden. (boa)

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