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Entscheidung über Faschingszug vertagt – Vereine heimatlos

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Flower Power gab es 2017 von den Faschingsfreunden Gernlinden zu sehen. 
Flower Power gab es 2017 von den Faschingsfreunden Gernlinden zu sehen.  © Archiv

Ob der Faschingszug 2022 stattfindet, will das Kartell der Ortsvereine spätestens am Jahresende entscheiden – damit die Fußgruppen und Wagenbauer noch Zeit für Vorbereitungen hätten.

Gernlinden – Doch selbst wenn die Pandemie eine solche Veranstaltung am 27. Februar 2022 zulässt, haben die Organisatoren und generell die Ortsvereine mit vielen anderen Problemen zu kämpfen.

Vor ein paar Wochen hatte sich Hannes Haschka mit Vorfreude an die Planungen für den Faschingszug gemacht – trotz der Aussicht, mehr Polizei und Security ordern zu müssen. Doch nun ist die vierte Welle der Corona-Pandemie mit aller Wucht angelandet. Haschka fragte deswegen in der Jahresversammlung der Ortsvereine, wer sich überhaupt eine Teilnahme am Gaudiwurm vorstellen kann. Die Resonanz war positiv. Für Haschka wäre der Faschingszug ein Zeichen, „dass es ein paar Freiheiten gibt“. Spätestens zum Jahreswechsel muss nun eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Wenn sich die Lage weiter zuspitze, komme man aber um eine Absage nicht herum, betonte der Vorsitzende des Faschingsausschusses: „2G kann ich organisatorisch für den Zug nicht darstellen.“

Haschka ist auch Vorsitzender des Feuerwehrvereins und hatte in dieser Funktion eine schlechte Nachricht: Die Räume der Feuerwehr, die bisher für Besprechungen genutzt werden konnten, sind wieder dicht. „Anordnung von oben.“ Feuerwehren seien systemrelevant, daher müssten die Kontakte minimiert werden.

Der TSV Gernlinden hat zwar zum neuen Jahr keinen Wirt mehr in seiner Vereinsgaststätte, könnte daher aber die Räume zur Verfügung stellen. Auch im katholischen Pfarrheim in Gernlinden und im Seniorenzimmer nahe des Schützenheims wären Besprechungen möglich.

Alle Ortsvereine müssen noch länger auf den Saal im Bürgerzentrum verzichten. Veranstaltungen sind nur mit Einzelgenehmigung und beschränkter Personenzahl möglich. „Einen Normalbetrieb wird es bis mindestens September 2022 nicht geben“, sagte Maisachs Bürgermeister Hans Seidl. Das Haus samt Gaststätte ist Baustelle.

Besonders hart trifft das die Heimatbühne. Seit eineinhalb Jahren gab es keine Vorstellung und keine Einnahmen. „Welche Perspektive hat die Heimatbühne?“, fragte daher deren Vertreter Matthias Meister. Seidl sagte, es gebe keinen anderen Saal dieser Größe. Man könne über die Möglichkeiten kleinerer Räume nachdenken.

Die Veranstaltungsplanung der Ortsvereine liegt damit großteils auf Eis. Es gilt das, was der wiedergewählte Ortskartell-Vorsitzende Christian Kemether sagte: „Alles unter Vorbehalt.“

Zu seinen Vertretern wurden Gaby Rappenglitz und Karlheinz Wenhart gewählt, die Kasse führen Christine Andermann und Brigitte Klose, Protokolle schreiben Peter Aust und David Gilbert. Weitere Ämter übernehmen Erich Zotz (Vorsitzender Spielplatzausschuss), Haschka (Vorsitzender Faschingsausschuss) und Normann Wenke (administrative Aufgaben). Als Beisitzer wurden berufen Werner Feiler, Elisabeth Schacherl, Michael Kusebauch, Michael Wenhart und Gabi Plutka. Kassenrevisoren sind Lydia Oehlenschläger und Max Hoffmann. Jakob Sailer zog sich nach 25 Jahren in diversen Vorstandsämtern zurück. Er versprach aber, das Kartell weiter zu unterstützen.

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