Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Traumhafte Kostüme : Der Stammtisch „Lady Gracha“ brachte Farbe in den tristen Nieselregen.

„Die ignorieren wir nicht einmal“

Faschingszug in Gernlinden: Lokalpolitiker blieben verschont

Der Faschingszug in Gernlinden war diesmal eine Wohltat für die Lokalpolitiker: Hohn und Spott für die Ortspolitik? Fehlanzeige. Dafür mussten andere einstecken. 

Gernlinden– Die Lokalpolitiker aus Maisach beziehungsweise dem Ortsteil Gernlinden müssen im vergangenen Jahr sauber gearbeitet haben. Skandale in der Ortspolitik? Wenigstens der eine oder andere Aufreger? Fehlanzeige! Nichts davon spiegelte sich jedenfalls beim 71. Gaudiwurm wieder. Dafür mussten die Damen und Herren, die in Berlin monatelang um Macht, Posten und eine Regierungsbildung gerungen haben, beißenden Spott einstecken. „Affentanz im Bundestag, weil jeder nur sich selber mag“, tönte der Burschenverein von einem hohen Turm herab.

Premiere: Die Fußballer von Ethnikos Puchheim nahmen zum ersten Mal am Gaudiwurm teil.

Der Schützenverein „Frisch Auf“ Graßlfing servierte den Besuchern eine besondere Faschingsdelikatesse: das Kochstudio Berlin mit einem eher unbekömmlichen Menü. In Bezug auf die Verhandlungen um die Jamaika-Koalition texteten die Schützen: „Ooohwei ooohwei ... Viele Köche verderben den Brei!“ Den Verhandlungen um die Große Koalition ging es jedoch wie Maisachs Lokalpolitik: Sie wurde nicht einmal ignoriert. „Wir tun sie nicht einmal derblecken“, verlautete es vom Kellerclub Gernlinden.

Eine Premiere erlebten die Zuschauer auch: Zum ersten Mal nahmen die Kicker von Ethnikos Puchheim am Gaudiwurm teil. Sie machten sich über das globale Fußballgeschehen lustig, ganz besonders über die Eitelkeiten mancher Stars, männliche Heulsusen mit aufwändigen Frisuren. Die Bilanz ganz klar: „So wird Heidi Klum entscheiden, wer bei der Weltmeisterschaft in Russland ins Finale kommt.“

Faschingszug 2018 in Gernlinden: die Bilder

Die Gernlindener haben im Gegensatz zu anderen Faschingzügen keine Prämierung der besten Teilnehmer. Für manchen Wagen war das wohl ein Grund, etwas schmucklos daherzurollen. Umso mehr fielen farbenprächtige Fußgruppen auf, wie die „Frechen Hühner“, die den Paket-Wahnsinn etlicher Internetanbieter anprangerten. Oder die traumhaften Kostüme der „Lady Gracha“. Erneut bewährt hatte sich die Regelung, die Abmessung der Wagen auf zweieinhalb Meter in der Breite, vier Meter in der Höhe und 18,75 Meter Gesamtlänge zu begrenzen. Dennoch hatte manches Gefährt Mühe, durch die engen Straßen nahe des Bürgerzentrums zu kommen. Weniger gut umgesetzt wurde das Glasflaschen-Verbot.

Die Air-Berlin-Pleite wurde von der Gernlindener Feuerwehr aufs Korn genommen. 

Dass mehr Süßigkeiten an die Teilnehmer verteilt wurden, war dagegen kaum zu spüren. So mancher hoffnungsvoll von Mädchen und Buben entgegengestreckte Beutel blieb leerer als im Vorjahr. Da wanderte nur das eine oder andere vereinzelte Bonbon in die Tasche. Durchaus kräftig wurde dafür in den Geldbeutel derer gegriffen, die sich entlang des Zuges verköstigen wollten. Linda Halberstätter aus Olching beschwerte sich, dass sie eine Currywurst mit Pommes für 6,50 Euro angeboten bekam. „Ich kenne noch DM-Zeiten“, sagte sie. Umgerechnet 13 Mark für einen derartigen Imbiss würde ihr keinen Appetit auf mehr machen. 

Hans Kürzl

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