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Das sind die Kandidaten der Freien Wähler Maisach.

FFB 2020

Freie Wähler wollen CSU bei der Kommunalwahl aufmischen

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Gottfried Obermair tritt als Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler gegen Maisachs Rathauschef Hans Seidl (CSU) an. In der Versammlung, in der auch die Kandidaten für den Gemeinderat nominiert wurden, waren Spitzen gegen die CSU zu hören.

Maisach – Obermair sagte, der Vorstand der Freien Wähler (FW) sei auf ihn zugekommen und habe ihn gebeten anzutreten. Es klang aber mehrfach heraus, dass er sich nicht um den Job gerissen hatte. Zudem wurde deutlich, dass es durchaus eine andere Option geben hätte: In der Versammlung meldeten sich zwei Frauen zu Wort und forderten Vize-Ortsvorsitzende Hermine Reitmayr auf, sich zur Verfügung zu stellen. Die 49-Jährige aus Germerswang sagte dazu, es gebe einen „demokratischen Vorstandsbeschluss zum Bürgermeisterkandidaten und ich möchte an diesem Beschluss nicht rütteln“. Zugleich fühle sie sich geehrt, dass man bei diesem Posten auch an sie denke. Statt länger darüber zu diskutieren, sollten die FW aber lieber „gemeinsam stark in die Wahlkampf ziehen“.

Nach Informationen unserer Zeitung war im Vorstand über die Frage Obermair oder Reitmayr abgestimmt worden. Die Mehrheit votierte für den 60-Jährigen.

FW-Bürgermeister-Kandidat: „Mit mir kann man reden“

Der Germerswanger, der zwei Kinder und fünf Enkel hat, sagte, wenn er Bürgermeister sei, brauche man vor ihm keine Angst zu haben: „Mit mir kann man reden.“ Seine Ziele seien neben der Energiewende und qualifizierten Arbeitsplätzen am Ort ein maßvoller Flächenverbrauch: „Wir haben viel verbaut in den vergangenen Jahren, aber jetzt muss Schluss sein.“ Trotzdem müsse man bezahlbaren Wohnraum schaffen, etwa durch die bessere Ausnutzung von Dachgeschossen. Und es müsse gesichert sein, dass Einheimische auf ihrem Grund bauen dürfen.

2014 war für die FW Christian Varga gegen den CSU-Rathauschef angetreten. Obermair hatte 2002 und 2008 gegen Seidl kandidiert.

„Ich will mit einer starken Fraktion in den Gemeinderat einziehen“, betonte der 60-Jährige in seiner Bewerbungsrede. „Mein Ziel ist fünf plus x.“ Derzeit besetzen die FW fünf der 24 Plätze im Gemeinderat. Es sei sein Wunsch gewesen, so Obermair, nicht auf Platz 1 der Gemeinderatsliste anzutreten, sondern erst auf Platz 5: „Um den Neuen eine Chance zu geben.“

Dazu gehören Alexandra Metzger (Platz 2) und Markus Schwarz (Platz 4). Die 42-Jährige aus Gernlinden leitet Einrichtungen für die Eingliederung von Behinderten, der 46-jährige Ingenieur für Elektrotechnik aus Diepoltshofen dürfte einigen aus dem Elternbeirat der Maisacher Realschule bekannt sein.

Vier Frauen auf der FW-Liste

Der Spitzenplatz geht an FW-Ortschef Alfred Hirsch, die anderen aktuellen Gemeinderatsmitglieder Josef Huber, Sepp Hutter und Christian Varga finden sich auf den Plätzen 3, 7 und 9. Reitmayr, die auf Platz 6 hinter Obermair antritt, betonte, die Arbeit bei den FW und ihr ehrenamtlicher Einsatz beim VdK machten ihr viel Spaß.

Vier Frauen konnten die FW für ihre Liste mobilisieren. Jüngste Kandidatin ist Barbara Uitz (22), die nicht vor Ort sein konnte, aber von ihrem Vater vorgestellt wurde, der auf Platz 20 antritt. Und es gibt noch weitere Familienbande: Ortschef Hirsch bringt seinen Sohn Christian Hirsch (Platz 17) mit, Michael Andermann seine Frau Christine Andermann (Plätze 10 und 18).

Auch Verbindungen zur Gemeindeverwaltung fallen auf: Andermann ist als Hausmeister der Grundschule Gernlinden Angestellter der Gemeinde, mit Lutz Meinhold (Platz 11) tritt der Mann der Maisacher Bauamtsleiterin an. Er gab sich besonders kämpferisch: „Wir müssen der CSU Stimmen abnehmen, so viel wir können.“ Damit der Bürgermeister nicht mehr so wie jetzt agieren könne. Peter Freytag sagte, man wolle „den Gemeinderat aufmischen“.

Obermair wurde mit 35 von 43 Stimmen zum Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2020 gewählt. Bei der Listenaufstellung gab es nur eine Nein-Stimme.

Die Kandidaten

1. Alfred Hirsch, 2. Alexandra Metzger, 3. Josef Huber, 4. Markus Schwarz, 5. Gottfried Obermair, 6. Hermine Reitmayr, 7. Sepp Hutter, 8. Gerhard Stettler, 9. Christian Varga, 10. Michael Andermann, 11. Lutz Meinhold, 12. Georg Hirschvogel, 13. Herbert Hainzinger, 14. Barbara Uitz, 15. Ares Bauersachs, 16. Peter Freytag, 17. Christian Hirsch, 18. Christine Andermann, 19. Rudi Haslauer, 20. Johann Uitz, 21. Lorenz Schanderl, 22. Mathias Bergmeier, 23. Sebastian Leonbacher, 24. Markus Niklas. Ersatzleute: Günter Huber, Rainer Schlingmann, Josef Huber

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