Zuletzt höhere Einnahmen bei Gemeinde

Friedhofsgebühren sinken

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Während die Lebenshaltungskosten im Allgemeinen steigen, wird in Maisach nun zumindest das Sterben günstiger. Die Gebühren für Grabstätten kosten ab 1. Januar nur noch rund drei Viertel des bisherigen Preises.

Maisach – Nachdem die Gebühren bei den vergangenen beiden Kalkulationen gestiegen sind, folgt nun der umgekehrte Trend. Grund dafür laut Kämmerin Angelika Braunmüller: In den Jahren von 2014 bis 2016 haben sehr viele Nutzer beschlossen, ihre Grabstätte weiter zu nutzen. Die Nutzung muss dabei jeweils um die Ruhefrist von 15 Jahren verlängert werden, die komplett im Voraus bezahlt werden müssen. „Dadurch hatten wir zuletzt deutlich höhere Einnahmen“, erklärte Braunmüller im Gemeinderat.

Auf der anderen Seite bleiben die Kosten schon seit Jahren weitgehend konstant. „Die größten Investitionen auf den Friedhöfen wurden alle Anfang der 1990er-Jahre getätigt“, erklärte die Kämmerin. Bis auf kleinere Erweiterungen bei den Urnenwänden und -stelen würden deshalb nur noch die laufenden Pflegekosten zu Buche schlagen. „Die am Ende herauskommende Überdeckung können wir in Form von Gebührensenkungen an die Bürger weitergeben“, sagte Braunmüller.

Und so kostet ein normales Familiengrab statt 2070 künftig nur noch 1500 Euro für 15 Jahre. Die zum Teil etwas größeren Familiengräber in Gernlinden sind entsprechend teurer. Die Gebühr für Einzelgräber und größere Urnengräber sinkt von 1035 auf 750 Euro. 375 Euro kosten kleinere Urnengräber, Plätze in Urnenwänden und -stelen sowie Kindergräber. Bisher waren es 518 Euro. Für anonyme und Gemeinschaftsgräber werden statt 259 nur noch 188 Euro fällig.

Die Leichenhausgebühr in Maisach und Gernlinden bleibt unverändert bei 130 Euro. Die Preise gelten bis Ende 2020.

Peter Aust (Unabhängige Bürger) kritisierte jedoch, dass er die unterschiedliche Bewertung von Grabstätten nicht für gerecht hält. „Da an Kosten nur die Friedhofspflege anfällt, sollten diese gleichmäßig auf alle Nutzer verteilt werden.“ Braunmüller erklärte, dass sie dieses Vorgehen bereits ins Auge gefasst hat – allerdings erst für den nächsten Kalkulationszyklus ab 2021.

Bürgermeister Hans Seidl (CSU) möchte die „rapide Veränderung der Bestattungskultur“ – weg von Erd- hin zu Urnenbestattungen – abwarten. „Bei der Neukalkulation 2021 werden wir ganz andere Voraussetzungen als jetzt haben“, sagte er. Die neuen Gebühren segnete das Ratsgremium mit 18:2 Stimmen ab.

Rubriklistenbild: © Weber

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