Innung

Schlachthof auf gutem Weg – Chef der Metzger sucht Nachfolger

Engelbert Jais will sein Amt als Obermeister der Metzgerinnung Fürstenfeldbruck niederlegen. Das sagte er bei der Jahreshauptversammlung in Germerswang.

Engelbert Jais möchte sein Amt als Metzger-Chef abgeben.

Germerswang – Er meint, neun Jahre sind genug: „Bei der Vorstandswahl im Herbst möchte ich mein Amt als Innungsobermeister gerne in jüngere Hände legen“, sagte Engelbert Jais bei der Jahreshauptversammlung der Metzgerinnung. Finde sich niemand, müsse überlegt werden, ob man mit einer anderen Innung fusionieren wolle. Solchen Gedanken stehen die Metzger allerdings skeptisch gegenüber: „Eine fusionierte Innung kannst Du gleich abhaken“, warf ein Anwesender ein. Ehrenkreishandwerksmeister Franz Höfelsauer betonte: „Das braucht Vorlauf, das geht nicht von heut auf morgen, am besten wäre eine zweijährige Einarbeitungszeit für den Nachfolger. Auch wer noch keinen eigenen Betrieb führe, könne gewählt werden.

Jais berichtete auch über den Schlachthof Hasenheide, dessen Schließung das vergangene Jahr prägte: „Am 10. Mai 2017 wurde uns die Zulassung entzogen, am 5. Januar haben wir den Betrieb wieder aufgenommen und es funktioniert gut.“ Großer Dank gebühre dem Biburger Christoph Schuster, der Schlosserbetriebe vor Ort mobilisiert habe, die beim Umbau wertvolle Dienste geleistet haben, denn ohne diese hätte man den Neustart, der letztlich 130 000 Euro an Umbaumaßnahmen gekostet hat, laut Jais gar nicht stemmen können.

„Bruck ohne Schlachthof wäre ein Riesenverlust für Stadt und Landkreis.“

Letztlich konnte die neue Kontrollbehörde vom Schlachthofbetrieb in Bruck überzeugt werden, zuletzt am Montag dieser Woche: „Die Kontrollbehörde hat gefilmt und uns bescheinigt, dass wir in handwerklicher Perfektion arbeiten“, sagte Jais. Hinsichtlich der erhöhten Gebühren bei der Fleischbeschau merkte der Obermeister an: „Im April haben wir deswegen ein Gespräch bei Landrat Karmasin.“ Höfelsauer betonte in diesem Zusammenhang: „Bruck ohne Schlachthof wäre ein Riesenverlust für die Stadt und den Landkreis gewesen.“

Ob sich die Metzger künftig bei der FFB-Schau in Olching wieder in der Gläsernen Wurstküche präsentieren, hänge maßgeblich auch an der Mitarbeit der Innungsbetriebe ab, wie es in der Versammlung hieß. Diese Chance, nah am Verbraucher zu sein, mahnte auch der Puchheimer Metzger Wolfgang Wirth an und er forderte mehr kollegialen Rückhalt ein: „Wir brauchen mehr Leute aus den Betrieben, die mithelfen und präsent sind, auch wenn es um den Auf- und Abbau geht.“

Letztlich benötige man zehn Helfer pro Messe-Tag, damit es rund laufe und die Arbeit nicht an einigen wenigen hängen bleibe. Bis Ende Mai soll klar sein, ob die Metzger eine Teilnahme an der FFB-Schau garantieren können.

von Angi Kiener

Rubriklistenbild: © tb

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