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Die Telekom arbeitet gerade nahe der Hundeschule an einem provisorischen Funkmast.

Malching

Funkmast: Bürger stören sich an der Höhe

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Der geplante 30-Meter-Mobilfunkmast zwischen Germerswang und Malching bringt die Anwohner weiter auf die Palme. Das wurde bei der Bürgerversammlung für die beiden Ortsteile im Malchinger Angerwirt deutlich.

Malching – Zunächst sah es so aus, als bliebe Bürgermeister Hans Seidl eine Diskussion um den Mobilfunk-Mast erspart. Er selbst riss in seinem Jahresbericht kurz an, dass die kleinen Ortsteile die gleichen Lebensverhältnisse wie in den Hauptorten bieten müssten. Und da gehöre das Thema Mobilfunk dazu.

Dann verwies er noch auf den derzeit stehenden provisorischen Mast, den die Telekom habe errichten müssen, um Vorgaben der Bundesnetzagentur zu erfüllen. In der Diskussionsrunde kamen dann zunächst andere Themen zur Sprache (siehe auch Kasten). Erst gegen Ende sprach ein Bürger den Mast noch einmal an – und löste damit doch noch eine längere Debatte aus.

Ob denn der geplante Erörterungstermin zum Mast am 20. März ergebnisoffen sei, wollte der Bürger wissen. „Oder wird uns nur mitgeteilt, dass der Mast sowieso gebaut wird? Denn dann kann ich mir das Kommen sparen.“ „Beschlossen ist noch gar nichts“, betonte Seidl. Alles, was bislang gebaut wurde, sei unter der Maßgabe passiert, dass ein genehmigungsfreier Zehn-Meter-Mast errichtet werden soll. Zwar habe der Grundstückseigentümer bereits einen Vertrag mit der Telekom. Deswegen müsse die Gemeinde bei einem genehmigungspflichtigen 30-Meter-Mast aber nicht mitspielen.

Der Gemeinderat werde sich am 20. März die Aussagen der Bürger anhören. „Dann muss das Gremium entscheiden, ob deren Einwände oder das Gemeininteresse an einer Mobilfunkversorgung höher wiegt“, sagte der Rathauschef.

Generell sieht Seidl die Verpflichtung, dass Germerswang und Malching für einen Zuzug attraktiv bleiben – wozu auch ein gutes Mobilfunknetz beitrage. „Die Frage wird sein, ob wir einen 30 Meter hohen Mast brauchen, und ob es auf dem Grundstück alternative Standorte gibt.“

Seidl verwies auf den diskutierten Ausbau des 5G-Netzes. Generell sei die Versorgung in anderen Ländern viel besser. „Deutschland ist dahingehend in vielen Bereichen noch Entwicklungsland“, sagte er. Man müsse auch auf die nächste Generation schauen und dürfe sich nicht wegen irgendwelcher Ängste zurückentwickeln. Ein anderer Bürger erwiderte, es gehe gar nicht grundsätzlich um den Bau eines Masten. „Aber Ort und Höhe sind diskutabel.“

Neben dem Mobilfunk war auch der gefällte Baumbestand rund um den Angerwirt in Malching ein Thema. „Kommt da wieder was zum Schutz vor dem Wind hin?“, wollte ein Anwohner wissen. Seidl sagte, die Bäume seien gefällt worden, um einen zugewachsenen Graben wieder seiner Funktionalität zur Oberflächenentwässerung zuzuführen. „Ersatzpflanzungen werden aber geplant.“

Außerdem kündigte der Rathauschef an, zusammen mit dem für Kreisstraßen zuständigen Landratsamt zu überlegen, wie man die von einem Bürger beklagten Raser in Stefansberg ausbremsen kann.

Sportplatzstraße gesperrt

Ende April beginnt in Malching die Sanierung der Sportplatzstraße. Das kündigte Bürgermeister Hans Seidl bei der Bürgerversammlung an. Voraussichtlich bis in den November hinein muss die Straße dafür gesperrt werden. Rund 1,3 Millionen Euro kostet der Ausbau, alleine rund 600 000 Euro werden für ein Oberflächenwasserkonzept fällig. Daneben interessierte eine Bürgerin auch die weitere Entwicklung im Malchinger Zentrum, wo die Gemeinde eine Veränderungssperre erlassen hat, um einen Bebauungsplan aufzustellen. Die zweijährige Frist, innerhalb der die Planung vorliegen muss, sei fast abgelaufen, erklärte Seidl. Sobald der Architekt den Plan liefere, werde er im Gemeinderat besprochen und öffentlich ausgelegt. Das werde wohl noch vor der Sommerpause der Fall sein.

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