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Beispielfoto: Tempo 30

Verkehr

427 Unterschriften gesammelt: Bürger fordern mehr Tempo 30 in Gernlinden

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Über 400 Bürger fordern, dass in der Brucker Straße und am besten auch in der Merianstraße in Gernlinden Tempo 30 gelten soll. Die Kommunalpolitiker sind ebenfalls dafür. Doch so einfach ist das nicht.

Gernlinden – Bettina von Plotho wohnt seit einem halben Jahr in Gernlinden, an der Brucker Straße gegenüber des Spielplatzes. In der Brucker Straße gilt nach dem Ortsschild erst Tempo 50, dann, etwa ab Höhe der Feuerwehr, Tempo 40. Doch Bettina von Plotho wünscht sich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 – das erhöhe die Sicherheit für Kinder, für Fußgänger allgemein sowie für Radfahrer, zudem reduziere man damit die Lärmbelästigung, sagt sie. Daher sammelte sie mit zwei Mitstreitern etwa drei Wochen lang Unterschriften: in örtlichen Geschäften, Kindergärten, Schule, Hort, am Spielplatz und an Haustüren. Jetzt übergab sie an Maisachs Bürgermeister Hans Seidl (CSU) eine Liste mit 427 Unterschriften zur Untermauerung der Forderung.

Mit Vorstoß gescheitert

Seidl betonte, dass auch er selbst und der gesamte Gemeinderat für noch mehr Tempo 30 (das in den kleineren Straßen bereits gilt) seien. Doch man sei mit dem Vorstoß nicht nur einmal bei Polizei und Straßenverkehrsbehörde gescheitert. Denn die Brucker Straße sei die einzige Verbindung nach Gernlinden-Nord und -Ost. Und auf einer solchen Durchfahrtsstraße müsse nach dem Gesetz Tempo 50 gelten. Das dürfe man erst ändern, wenn es eine Umfahrung gebe – eben die seit langem angestrebte Ostumgehung Gernlindens.

Tempo 40 nur toleriert

Der Rathauschef erklärte, dass Polizei und Behörde das von der Gemeinde erlassene Tempo 40 in Teilen der Brucker- und in der Merianstraße derzeit nur tolerieren würden. Eigentlich müsste 50 gelten. „Wir könnten jetzt im Gemeinderat Tempo 30 beschließen. Aber das wäre populistisch. Denn dann kommt die Verkehrsbehörde des Landratsamts und setzt die Geschwindigkeit hoch“, sagte Seidl. „Wenn wir es falsch angehen, verlieren wir vielleicht sogar Tempo 40.“ Es gebe eben Gesetze, an die sich Polizei, Behörden und auch die Kommune halten müssen. Die Polizei sei stets zu befragen, das Landratsamt habe die Aufsicht über die Gemeinde. Daher will der Bürgermeister das Thema am 23. Mai im Gemeinderat besprechen und dazu einen Vertreter der Polizei und des Landratsamtes einladen.

Trotzdem, so Seidl, werde man sich für die Bürger einsetzen. Schon Ende Mai sollen Displays in Gernlinden aufgestellt werden, die die Geschwindigkeit anzeigen und die Autofahrer mahnen. Zudem werde man über Zebrastreifen, Markierung am Asphalt und Verbesserungen für Radfahrer sowie Fußgänger nachdenken.

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