Letztes Briefing vor der Abfahrt am Freitag: (hinten v.l.) Wladyslaw Nader, Philipp Reichelmeier, Florian Kovermann, Niklas Eisenhut, (vorne v.l.) Selina Pape, Ingolf Eichler und Peter Auburger. Weitere sechs Helfer fehlen auf dem Foto.
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Letztes Briefing vor der Abfahrt am Freitag: (hinten v.l.) Wladyslaw Nader, Philipp Reichelmeier, Florian Kovermann, Niklas Eisenhut, (vorne v.l.) Selina Pape, Ingolf Eichler und Peter Auburger. Weitere sechs Helfer fehlen auf dem Foto.

Aus Gernlinden

Mit schwerem Gerät und vielen Hilfsgütern: Zweiter Konvoi fährt ins Hochwassergebiet

  • VonDieter Metzler
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Zum zweiten Mal bricht ein Konvoi mit Hilfsgütern und Arbeitsgeräten aus Gernlinden ins Hochwassergebiet nach Westdeutschland auf. „Die Welle der Hilfsbereitschaft nahm kein Ende“, berichtet Organisator Ingolf Eichler. Weil so viel gespendet worden war, startete am Freitag eine zweite Fahrt.

Gernlinden – „Rund 100 Tonnen Hilfsgüter haben wir bisher ins Katastrophengebiet geschafft“, sagt Eichler. „Dass unsere Aktion solche Ausmaße annimmt, damit hat keiner gerechnet.“ Am Freitag brachen sechs Fahrzeuge in Richtung Odendorf, Heimersheim, Ahrweiler und Euskirchen auf – Orte, die von der Flutkatastrophe stark betroffen sind. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um geländegängige Pick-ups, einen Sprinter mit Anhänger sowie drei mobile Werkstattfahrzeuge des Münchner Importeurs AEC. „Auch einen Acht-Tonnen-Bagger haben wir geordert“, erzählt Wladyslaw Nader, „der wird von der Firma direkt aus Köln ins Katastrophengebiet gebracht.“

Vier Unternehmen aus der Region haben den Hilfskonvoi auf die Beine gestellt: Die Gernlindener Firma Komplettsanierungen Peter Auburger & Sohn, die beiden Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen von Wladyslaw Nader und Philipp Reichelmeier und die Firma Lichttechnik von Andreas Wenhart.

Fluthilfe: Hygieneartikel und Lebensmittel

Die Helfer nehmen neben Hygieneartikeln und Lebensmitteln vor allem Baumaschinen, einen Sortiergreifer, Notstromaggregate, Kompressoren, Werkzeug und Schaufeln mit. Nader packt Arbeitsgeräte aus seiner Garten- und Landschaftsbaufirma auf den Pickup.

„Es wird wohl unsere Abschlusstour“, meint Eichler, „schließlich haben wir alle einen Job.“ Wobei er nicht so überzeugt wirkt, als er das sagt. Denn kaum ausgesprochen, parkt eine junge Frau ihr Auto auf dem Hof und packt etliche Batterien Trinkwasser aus. Martina Liebscher nimmt die Spende in Empfang.

„Dringend vor Ort benötigt werden Bauingenieure und Statiker“, berichtet Eichler, der am Freitag zum dritten Mal ins Katastrophengebiet aufbrach. Inzwischen hat er sich ein Netzwerk aufgebaut und kann in alle Richtungen vermitteln. Kleidung sei momentan nicht mehr so gefragt, sagt Eichler. Babynahrung, Wasser und Camping-Gaskocher dagegen umso mehr.

Am Sonntag will das Helfer-Team nach Gernlinden zurück kehren. Dann wird man erneut tonnenweise Spenden abgegeben haben. Derweil bremsen die Engagierten etwas in den sozialen Netzwerken, was weitere Spenden aus Maisach und dem Landkreis angeht.

Das war der erste Bericht über die Helfer.

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