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Enthüllten den Gründungsstein: (v.l.) Bürgermeister Hans Seidl, Carl-Theodor von Toerring-Jettenbach und Kartellvorsitzender Christian Kemether. Rechts Karlheinz Gruber vom Siedlerbund und die Urenkel des Gründers.

Im Baumpark am Friedhofsweg

Gründungsstein am neuen Standort eingeweiht

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Drei Tage lang haben die Gernlindener ihre 100-Jahr-Feier genossen. Einer der Höhepunkte war die Einweihung des versetzten Gründungssteins.

Gernlinden – Drei Tage lang haben die Gernlindener bei bestem Wetter ihre 100-Jahr-Feier genossen. Bei der Einweihung des versetzten Gründungssteins am Sonntag regnete es zwar zeitweise. Aber auch dem konnte Bürgermeister Hans Seidl (CSU) Positives abgewinnen: „Wir können uns ja vorstellen, dass es Weihwasser ist, das Gernlinden den Segen für die nächsten 100 Jahre gibt.“

Die Veranstalter vom Kartell der Ortsvereine um ihren Chef Christian Kemether bewiesen mit Seidl Improvisationstalent: Die Reden wurden wegen kurzerhand vor das Bürgerzentrum verlegt, um im Notfall nach drinnen ausweichen zu können. Als der Himmel gegen Ende der Grußworte seine Pforten öffnete, entschieden Seidl und Kemether, den Gottesdienst nicht im Freien, sondern in der Kirche zu feiern.

Allem voran ging aber zuerst der Segen für den Gründungsstein durch Pfarrer Terance Palliparambil und Pfarrerin Kerstin Greifenstein im Baumpark.Im Zuge des Jubiläums war der Gedenkstein an Gernlindens Gründer, Graf Hans von Toerring-Jettenbach, vom bisherigen Standort an der Heinestraße in den Baumpark am Friedhofsweg versetzt worden.

Der neue Standort sei ein kraftvoller Ort, sagte Seidl, nachdem die Festgäste mit einem kleinen Umzug, angeführt vom Fanfarenzug, zum Bürgerzentrum marschiert waren. Nicht nur, dass das Gut Gernlinden – historisches Herzstück des Ortsteils – nicht weit entfernt sei. „Heute nicht mehr sichtbar befand sich an der Stelle des Baumparks auch eine Baracke für die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen nach dem Ersten Weltkrieg.“ Diese Menschen hätten Gernlinden geprägt.

Dass sie das konnten, ist dem Siedlungsgründer Graf Hans von Toerring-Jettenbach zu verdanken. Dessen Enkel Carl-Theodor ließ es sich nicht nehmen, mit seinen beiden Söhnen Karl Albrecht und Alexander an der Einweihung des Gedenksteins teilzunehmen. Er war sich sicher: „Wenn sich einer über den heutigen Tag gefreut hätte, dann wäre es mein Großvater gewesen.“ Er könne stolz darauf sein, wie sich der Ort entwickelt hat.

Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung hob Landrat Thomas Karmasin hervor: „100 Jahre ist für eine Gemeinde kein Alter.“ Umso wichtiger sei es, seine Wurzeln nicht zu vergessen. Der Gründerstein sei ein Symbol dafür, sagte Karmasin.

Ein Symbol ist auch die neue Erinnerungsplatte, die vor dem Toerring-Brunnen am Bürgerzentrum enthüllt wurde. Sie erinnert an den 100. Geburtstag Gernlindens.

Mit dem Verlauf der Feierlichkeiten samt Spielplatz- und Dorffest war Kemether sehr zufrieden: „Die Vereine und die Menschen dahinter sind wie gewünscht gekommen.“

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